Ich soll geduldiger sein und die letzten ruhigen Tage genießen. Meine Damen, Sie selber wissen doch ganz genau, dass das rein objektiv kaum möglich ist. Ja, im Nachhinein und nach der Geburt wird wahrscheinlich auch mir bewusst werden, dass ich die letzten ruhigen Tage mal ruhig hätte besser genießen sollen … aber das nützt mir jetzt im Moment herzlich wenig.

Ich bin aufgeregt!
Ich bin neugierig!
Ich bin unglaublich ungeduldig!

Wenn sich nach zwei Stunden regelmäßiger und recht fieser Wehen alles in Luft und Wohlgefallen auflöst, dann könnte ich heulen. Oder wenn sich diese fiesen Unterleibskrämpfe als gewaltige Darm-Luftblase entpu(p)pen (grandioses Wortspiel, oder?), dann bin ich restlos enttäuscht. Wenn ich mitten in der Nacht eine Stunde wach liege, weil mir kotz übel ist und ich denke, ‚Mensch, das könnt ja ein Anzeichen sein‘, dann aber wieder einschlafe, dann bin ich beim Aufwachen erneut so traurig. Mit Übelkeit war da nämlich nix mehr.

Aus lauter Protest trinke ich heute Morgen also einen riesen großen Becher KaffeeTschoko und esse das fieseste Pups-Müsli, das ich im Schrank finden konnte. Ich trinke heute keinen Kinderlein-kommet-Tee und keinen Himbeerblätter-Tee. Ich werde heute einfach total bockig sein.

Heute, mein kleiner Freund, heute brauchst Du Dich gar nicht erst bemühen. Mama streikt heute nämlich. So!