You are currently browsing the tag archive for the '21.SSW' tag.

„Wie wäre es denn mit Jona?“
„Nur weil ich wie ein Wal aussehe, muss ich den Kleinen ja nicht gleich Jona nennen.“

Es war so ein bisschen – wie soll ich sagen? – befremdlich. Die Weihnachtsfeier meine ich jetzt. Kollegen, die mich seit Eintritt in die Firma kennen, bezeichnen mich als Partymaus, Bismorgensdurchhalter, Spaßmacher … gestern war ich einfach nur da. Ich verstehe es selber nicht, hatte ich doch vor, eben soviel Spaß zu haben, wie die Jahre zuvor. Aber es fing bereits damit an, dass ich mich in meinem Outfit nicht richtig wohl fühlte.

Ja, ich habe zugenommen und ja, mein Po hat sich nach hinten raus geschoben. Wie bei einer Ente. Wie bei einer Schwangeren eben. Ich bekam unheimlich viele Komplimente, wie gut ich aussehen würde, wie niedlich das Kleid sei … aber ich fühlte mich unwohl.

Am Tisch saß ich mit drei sehr tollen Kolleginnen, von denen mir eine permanent erzählte, sie wolle auch schwanger werden, die mir dabei ständig über den Bauch strich und diesen mit verliebten Blicken bedachte. Ich bemerkte Augenzwinkernd, dass so eine Schwangerschaft auch ansträngend wäre, dass man zunehmen würde (sie zählt gerne Salatblätter und ist mittags eine halbe Banane, weil sie ja abends noch groß isst. In Form einer Suppe, oder so. Size Zero eben.) und dass die Hormone einem z.B. mit schlimmer Eifersucht oder Selbstzweifel quälen würden (beides hat sie naturgegeben in Hülle und Fülle ohne schwanger zu sein).

Unterm Strich nervte es irgendwann einfach. Das war genau der Punkt, an dem der gesteigerte Alkoholkonsum um mich herum nicht mehr zu verleugnen war. Ja ja, ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben. Allerdings hemmte mich der Bauch, der immer wieder hart wurde und schmerzte. Die Stühle waren unbequem und um seine Tischnachbarn besser verstehen zu können lehnte ich permanent nach vorne und quetschte die Kugel so unangenehm ein. Das Essen war lecker und die Portionen gut, mein Magen aber so eingeengt, dass mir erstmal schlecht wurde und ich eine halbe Stunde lang dachte, ich müsse mich übergeben.

Als das wirklich wunderbare Dessert kam, waren Vorspeise und Hauptgang schon halb verdaut. Ich sicherte mir somit eine zweite Portion, so wie viele andere Kollegen auch, wurde dafür aber mit kritischen Blicken bedacht und den Ermahnungen „Denk daran, dass Du das nachher alles wieder los werden musst“ oder Kommentaren seitens des Chefs, wo ich das noch hinstecken wollte? Ich weiß, dass nichts davon böse gemeint ist, aber es erbaut einen auch nicht unbedingt, wenn man sich eh ohnehin schon unwohl fühlt.

Ich ging dann gegen halb eins. Eine Zeit, an der die Weihnachtsfeiern in den Jahren zuvor erst richtig begannen. Ich war völlig übermüdet – trotz Latte Macchiato und Cola zum wach werden – und körperlich erschöpft. Das Schönste an diesem Abend war, nach Hause zu kommen, den Miezmann auf dem Sofa vorzufinden, der mir entgegen lächelt und mich mit einem „Na, wie war es?“ begrüßt. Und dann neben ihm auf dem Sofa zusammen zu brechen und aus ganzem Herzen zu seufzen: „Ich hab Dich soooo vermisst.“

Natürlich habe ich das Foto dann doch vergessen. Lesen Sie einfach noch mal einleitendes Zitat.

Heute Abend gehen das Miezbaby und ich auf die Weihnachtsfeier meines Arbeitgebers. Und ich muss wieder mal erkennen welche Vorteile es doch haben kann, sich das Büro mit der Assistentin der GL zu teilen. Es gibt ein Menü, das mir vor Wonne die Tränen in die Augen treibt und bis auf die Vorspeise (traditionelles Vitello tonnato) darf ich sogar alles essen. Aber selbst da hat die Kollegin an mich gedacht und beim Chefkoch für mich eine schwangerentaugliche Überraschungs-Vorspeise bestellt.

Also eigentlich habe ich nur Grund zur Freude, bis … ja, bis auf die Klamottenfrage. Irgenwie häufen sich dieses Jahr die feierlichen Anlässe, denn kommende Woche gehen der Miezmann und ich auf die Verabschiedung seines Chefs in den Ruhestand. Auch dort wird natürlich festliche Garderobe erwartet. Fliege für den Herren und Abendkleid für die Dame. Aber Sie glauben nicht wirklich, dass ich mit der Murmel in ein Abendkleid passe, oder mir gar nur für den einen Abend eins zulegen werde. Aber immerhin habe ich noch ein beruhigend dickes Zeitpolster von ganzen fünf Tagen, um diese knifflige Aufgabe zu lösen. Hurra.

Heute Abend wird es jedenfalls ein graues Strickkleid von Vertbaudet werden. Mit weißer H&M Mama-Bluse, Overknees und Stiefeletten. Vielleicht gibt es später ein Foto …

„Und Du bist Dir wirklich sicher, dass es nur eins ist?“

Gut, ich gebe zu, dass ich einen stattlichen, festen Babybauch habe. Aber ich verstehe absolut nicht, wieso man mich deshalb jeden Tag fragen muss, ob es nicht doch Zwillinge werden.

Ich bin in der 21.Schwangerschaftswoche. Da wäre es sicher schon aufgefallen, wenn es sich zwei Babys in meiner Gebärmutter bequem gemacht hätten. Unterstelle ich meine Frauenärztin jetzt einfach mal.

Und nein, das Miezbaby ist auch nicht überdimensional groß, sondern völlig zeitgerecht entwickelt. Ich trage halt nach vorne, wie man das so schön nennt. Sprich: von hinten sieht man überhaupt nicht, dass ich schwanger bin und ich habe auch immer noch eine deutliche Taille.

Wenn allerdings der Fünfte unabhängig von einander fragt, ob ich mir wirklich sicher sei, dass es keine Zwillinge werden, dann schaue ich an mir runter und antworte grinsend:

„Der Raumfahrer ist halt ein extrovertiertes Kerlchen. Bei der Mama.“

Meist hab ich dann meine Ruhe. Es erwartet doch wohl keiner eine ernsthafte Antwort auf diese Frage …

Vergangene Woche habe ich uns – den Miezmann und mich – zum Geburtsvorbereitungskurs angemeldet. Man liest ja immer, dass diese Kurse ratzfatz ausgebucht sind. Der erste Termin ist Anfang Februar, in der selben Woche, in der auch mein letzter Arbeitstag sein wird. In der 30.SSW werde ich dann sein und die Hebamme, die den Kurs durchführt, ist so wahnsinnig nett und einfühlsam, dass ich mich wirklich auf den Kurs freue. Sinn und Unsinn sei mal dahin gestellt. Ich will den einfach machen. So.

Auch wenn der Miezmann freiwillig zum GVK mitkommen wird, so steht noch nicht fest, ob er bei der Geburt live dabei sein wird. Vor rund einer Woche hatte er nämlich den Mut mir zu erklären, dass er sehr unsicher sei, ob er das gut verkraften könne. Und ich kann seine Sorge verstehen. Ich habe ihm daher gesagt, dass ich ihn gerne im Krankenhaus dabei haben will, dass er bei einer spontanen Geburt aber ruhig den Kreißsaal verlassen kann. Was hätte ich von einem Mann, der mich als nervliches Wrack nicht wirklich „unterstützen“ kann. Hauptsache, ich weiß ihn in meiner Nähe :)

Heute ist offiziell Halbzeit, wenn ich mich nicht irre. 20 Wochen und einen Tag schwanger. Hurra. Und es ist überraschend wie viel sich in den letzten Tagen/Wochen bei mir geändert hat. Also Kopftechnisch.

Da war diese Phase, in der ich minütlich zwischen Panik (echte, mit Schweiß-, Angst- und Heulattacken) und absoluter Glückseligkeit (Jubeln, Hüpfen, Schreien, Lachen) schwankte. Das war bisher das Schlimmste. Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Albträume … alles nichts, gegen diese Phase, in der mich ganz besonders Verlustängste quälten und ich das Gefühl hatte, ich sei einfach nur dick und hässlich. Erstaunlich, was Hormone mit einem anstellen können. Erstaunlich auch, wie geduldig der Miezmann sein kann, die gute Seele.

Inzwischen bin ich bei glücklich, zufrieden und voller Vorfreude angekommen. Ich bin ausgeglichen und stolz auf Bauch und Hintern (echt wahr).

Der Raumfahrer (alias Das Miezbaby) reagiert inzwischen auf bestimmte Geräusche und Situationen. Besonders wenn wir Auto fahren ist er sehr aktiv. Fragt sich nur, ob sein Gehopse Zustimmung oder Ablehnung bedeutet. In rund 20 Wochen werden wir es wissen.

Habe ich beim letzten Bauchbild noch rum gejammert, dass sich kaum etwas getan hätte, so muss ich das neue Bild mit einem deutlichen Wow kommentieren. Der ist ja explodiert.

Zum Vergleich: 6.SSW | 14.SSW | 16.SSW | 17.SSW | 18.SSW | 20.SSW

Miez Miez Miez

  • ■ 28 Jahre
  • ■ verheiratet
  • ■ schwanger
  • ■ Babymama
  • ■ Elternzeit
  • ■ Nähe Bonn

ICQ: 586071494

mamamiez gmail.com
Lilypie Erster Geburtstag Ticker Lilypie Ich erwarte ein Baby Ticker

Miez’ Gezwitscher

Archiv

Mama Miez’ Litfaßsäule

Haftungshinweis

Die auf dem Blog Mama Miez’ Blog veröffentlichten Inhalte (Geschichten, Berichte, Fotos, Videos etc.) sind – soweit nicht anders gekennzeichnet – mein geistiges Eigentum und unterliegen dem Urheberrecht. Eine Weiterverwendung aller auf diesem Blog befindlichen Medien und Inhalte ist ausdrücklich nicht gestattet.

Darüberhinaus behalte ich mir vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Dieses Blog führe ich anonym unter dem Pseudonym Mama Miez. Sollte eine eindeutigere Identifikation meiner Person nötig sein, so erreichen Sie mir über die oben angegebenen E-Mail-Adresse.