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Es ist soweit. Ich bin einer dieser sagenumwobenen, absolut großartigen und unverwundbaren UHUs. Sollten Sie jemals Urbia besucht haben – und ich bin mir sicher, dass haben einige getan – dann wissen Sie ganz genau was ich meine. Unter hundert Tagen bis zum Entbindungstermin. Das hört sich so verdammt wenig an, ist in Wahrheit aber noch ganz schön viel. Immerhin knappe 3 Monate noch!
Trotzdem wollen wir diesen denkwürdigen Tag nutzen, um mal eine kleine Bilanz zu ziehen:
Wir haben eine Babyschale (Maxi Cosi Cabrio in der Farbe ‘Warm Sand’),
einen Kinderwagen (Teutonia Fun System 2009 im Dessin 3455) und
ein Kinderzimmer, bestehend aus 3türigem Schrank, extra breiter Wickelkommode, zwei Allzweckregalen und einem Gitterbettchen (Welle Möbel, Korpus Buche, Front Birke).
Von meiner Schwester bekommen wir die „Familienwiege“ geliehen, in der bisher gerade mal meine Nichte lag.
Dann wären da noch eine Spieluhr (Sigikid Jappy Jump, klein) und ein Schnuffeltuch (Käthe Kruse, Schmusepuppe blau).
Außerdem noch einiges an Klamöttchen (Bodys, Baumwollhosen mit und ohne Füße, Strampler, Cord-Latzhosen, Schlafanzüge, Söckchen, Mützchen) in Größe 56 und ein ganz bisschen was in 62.

Bisher alles Dinge, die wir selber angeschafft haben. Nun häufen sich langsam die Nachfragen, was wir denn noch benötigen und was man dem Miezbaby zur Geburt schenken könnte. Dafür hab ich so eine hübsche, kleine Wunschliste angelegt, die wir an Familie und Freunde senden (und auf der Miezbaby-Seite verlinkt haben). Hätten wir ich ein wenig mehr Geduld bewiesen, hätte sich sicherlich noch der ein oder andere Sponsor für die „größeren“ Anschaffungen gefunden. Aber wissen Sie was? Das wollte ich gar nicht wirklich. So war das irgendwie alles unser Ding. Wir konnten entscheiden was, wann und wo. Ohne Rück- oder Absprachen treffen zu müssen.
Im Februar wollen wir das Miezbabyzimmer (und das neue Miezmannkindzimmer) soweit fertig stellen, dass das Ganze noch gut auslüften und ich im März dann die ganzen Klamöttchen einräumen kann. Den Kinderwagen werden wir aber wohl frühestens Anfang April abholen.
Wenn ich in meinem jungen Leben eins gelernt habe, dann dass die Dinge, auf die man mit viel Geduld warten muss, die Schönsten sind.
Heute war es dann zum ersten Mal so weit. Ich habe auf hohem Niveau gejammert. Und das nur einen Tag, nachdem ich für meine Tapferkeit gelobt wurde, denn … heute morgen kam ich nicht mehr aus dem Bett.
Mein Rücken hatte sich irgendwie über Nacht eine neue Muskel-Wirbelsäulen-Kombination überlegt, die nun verhinderte, dass ich mich aus eigener Kraft aufrichten konnte. Der Miezmann hob mich dann also aus dem Bett, damit ich wenigstens die Toilette aufsuchen konnte. Ein kurzer Anruf in der Firma und ich verbrachte den Rest des Tages zu Hause.
Inzwischen und dank eines Kirschkernkissens, kann ich mich wieder einigermaßen normal bewegen. Gegen Nachmittag überkam mich sogar eine Art Putzanfall und ich musste das komplette Schlafzimmer auf links ziehen. So sauber war es dort seit Jahren nicht mehr. Dem Miezbaby scheint besonders das Putzen und Saugen großen Spaß zu machen. Sobald ich den Staubsauger aus mache fängt es wie wild an zu protestieren. Freches Kerlchen.
Nach einer heißen Dusche und einem großen Glas Bananen-Milch (wohlgemerkt selbstgemacht, nicht aus Pulver oder so), habe ich dann noch ein aktuelles Bauchfoto erstellt.
Zum Vergleich: 6.SSW | 14.SSW | 16.SSW | 17.SSW | 18.SSW | 20.SSW | 21.SSW | 22.SSW | 23.SSW | 24.SSW | 25.SSW
Langsam, ja langsam wird alles langsamer. Jeden morgen beim Zähneputzen betrachte ich mich seitlich im Spiegel. Jeden Morgen denke ich: „Boah, neee. Der ist doch nicht schon wieder dicker geworden?“
„Doch!“, scheint der dicke Bauch dann zu antworten und zappelt erstmal ein wenig herum.
Nachdem ich mir das Schlafen auf dem Bauch schon vor vier Monaten abgewöhnen musste (was erstaunlich einfach war), kann ich nun auch nicht mehr auf dem Rücken schlafen, da ich einfach kaum Luft bekomme und mir nach kürzester Zeit die Füße einschlafen. Der kleine Mann scheint wirklich direkt auf meiner Hohlvene zu liegen. Also liege ich auf der linken Seite – wobei ich dem Miezmann dann direkt ins Ohr schnorchle (angeschwollene Nasenschleimhäute seit der 10.SSW!) – oder auf der rechten Seite, was dem Miezbaby nicht so gut gefällt.
Ich nehme weiterhin jede Treppe, auch wenn ein Aufzug vorhanden ist, was inzwischen ordentlich dauert. Oben angekommen schnaufe ich, als sei ich zehn Kilometer gelaufen, aber der Kreislauf ist da, wo er hingehört (zeitweise ist der nämlich im Keller, obwohl ich auf dem Dach stehe …).
Eine liebe Kollegin steckt mir, dass sie auch schwanger und für Anfang Juni ausgerechnet ist, was mich direkt zu Freudentränen gerührt hat (jaja, die Hormone!). Und was soll ich sagen? Man sieht bei ihr noch nix, während ich um die 20.SSW schon einen nicht mehr versteckbarer Ballon verschluckt hatte.
Heute Nacht war das Miezbaby in meinen Träumen schon geboren (und an die Geburt hatte ich tatsächlich keinerlei Erinnerung mehr *gnihihihi*). Es war ein wunderhübscher kleiner Kerl und sein Papa und ich waren sehr verliebt. Ich hege keinen Zweifel daran, dass es auch genau so kommen wird
Ich kann nicht mehr lange sitzen. Nach drei Stunden im Büro schmerzen Rücken und Bauch sehr. Letzterer wird sogar hart und dann und wann sorge ich mich, ob der Stärke der Übungswehen. Der Rat der großen Schwester lautet, umgehend ins Krankenhaus zu fahren, wenn ich das Gefühl habe, dass wäre jetzt so nicht mehr okay. Bisher ging es aber und ich harre tapfer aus. Immerhin nur noch 20 Tage und der Rest von heute.
Die Tage zwischen den Jahren (wieso nennt man das eigentlich so? Wirklich zwischen den Jahren war das ja nicht.) habe ich genutzt, um mich endlich um eine Nachsorge-Hebamme zu kümmern. Dabei war mir wichtig, dass sie aus unserem kleinen Städtchen kommt und geburtsvorbereitende Akupunktur anbietet.
Nach ein wenig Surferei im Internet und Recherche auf Hebammen-Seite habe ich meine Favoritin gefunden, wechselte ein paar E-Mails und telefoniert schließlich mit ihr. Was soll ich sagen? Sympathie auf der ganzen (Telefon-)Leitung. Wir lachten und scherzten bereits am Telefon soviel, dass ich einfach ein gutes Gefühl habe und mich jetzt schon sehr darauf freue, sie im Februar das erste Mal persönlich zu treffen. Etwa zur selben Zeit beginnt dann auch unser Geburtsvorbeireitungskurs, den eine Hebamme des Krankenhauses durchführt, in dem ich entbinden möchte.
Noch vier Wochen arbeiten. 23 Arbeitstage, um genau zu sein. Dann ist Schicht im Schacht (und um ehrlich zu sein, kann ich es kaum noch erwarten!!!).












Plappereien