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Also, ich finde ja wenige Dinge echt eklig. Aber der Schl.eimklum.pen, den ich da heute Morgen abgesondert habe … boah! Die Größe einer großen Kirsche hatte er. Unglaublich! Wenn das nicht dieser sagenumwobene Schlei.mpfropf gewesen ist, dann weiß ich auch nicht. Jedenfalls hab ich mich total darüber gefreut. Auch über dieses und jenes Ziepen und Drücken und … na ja … nach jedem Ab kommt auch ein Auf, oder? Heute dann also wieder ein Auf.
Meine Schwiegermutter rief gestern Abend noch an, um zu hören wie es mir geht. Also sie meint das wirklich so. Wenn das Miezbaby geboren ist, dann wird sie es schon erfahren, aber sie wolle ja wissen, wie es mir geht. Ich erzähl ihr, dass ich ein wenig weinerlich war, am Vormittag und sie lacht und sagt, das würde noch schlimmer, je länger es dauert. Sie hat da Erfahrung. Der Miezmann war auch so ein Trödelbär (und mit 55 cm echt groß, wie ich finde).
Beim Telefonat mit meiner Schwester werde ich gelobt, dass ich es tatsächlich geschafft habe, nicht in ihrer Abwesenheit zu gebären. Sie lacht dabei und ich bin froh, dass sie keine Schmerzen mehr hat. Ich darf dann jetzt loslegen. Na also.
Nach meinem leckeren Guten Morgen Kaffee und zwei Nutellabroten werde ich mich nun waschen und dann ins Krankenhaus zum CTG fahren. Spannendes Neues erwarte ich nicht, da ich gestern gar keine Wehen hatte und heute auch alles noch recht ruhig ist.
Ich wünsche mir für heute noch, dass es dem Miezmann später besser geht. Der hat nämlich wieder einen ordentlichen Pollenschädel, der Arme.
War ich gestern zu euphorisch was meine eigene innere Ruhe betrifft? Vielleicht. Die Nacht und ganz besonders der Morgen waren der Horror. Mich quälten üble Bauchschmerzen, weil das Miezbaby einfach irgendwie blöd lag. Auf der rechten Seite konnte ich nicht liegen. Also auf die linke gewälzt, wo mir binnen Minuten die Hände einschliefen. Halb auf dem Rücken ging, aber auch nur zeitlich begrenzt.
Um sieben Uhr bin ich dann aufgestanden, habe dem Mann Frühstück gemacht und habe mich dann, noch bevor er das Haus verlassen hatte, wieder hingelegt. Er guckte nicht schlecht, immerhin ist das heute zum ersten Mal seit Monaten vorgekommen.
Im Verlauf des Vormittags klingelte ständig das Telefon und ständig waren es unterdrückte Nummern. Sowas kann ich nicht leiden. Nicht mal unschwanger. Also ging ich nicht dran. Es folgten noch Anrufe von meinen Schwägerinnen, die ignorierte (Ja, ich geb es zu. Es ging einfach nicht. Ja, ich bin noch schwanger. Nö, mir geht es nicht mehr sooo super …).
Um 11:30 Uhr trieb mich dann das schlechte Gewissen aus dem Bett. Ich hätte noch problemlos liegen bleiben können. Auch die ausgedehnte Dusche hat mich nicht wirklich fitter gemacht und als dann eben der Miezmann anrief, um zu fragen, wie es mir ginge … da hab ich erst mal geheult.
Mir tut das inzwischen so leid. Auch gestern Abend sind wir mit sehr fiesen Wehen ins Bett gegangen. Wirklich! Wir scherzten noch, dass wir noch schnell ein, zwei Stündchen schlafen würden … in Wahrheit verschwanden die Wehen nach kurzer Zeit im Bett wieder.
Der Miezmann freut sich immer, wenn es weht. Immerhin ist er ebenso ungeduldig wie ich. Und ich hab das Gefühl ihn zu enttäuschen, wenn es doch wieder nix ist. Langsam hab ich Angst, man könnte denken, ich mach mich mit meinen angeblich fiesen Wehen nur wichtig. Aber sie sind da. Wirklich.
Verstehen Sie mein Heulen?
Noch dazu ist das Miezbaby heute sehr ruhig. Ich muss richtig feste rütteln und schütteln, damit es sich mal rührt. Schieben wir es doch einfach mal auf die bevorstehende Geburt. Es ruht sich eben noch mal kräftig aus.
Zu allem Überfluss hatten wir bis gerade eben auch noch kein Internet.
Ich bin ja völlig von mir selber fasziniert. Seit erreichen bzw. überschreiten des errechneten Entbindungstermins bin ich irgendwie … ruhig? Also die Wehen machen mich schon nervös und ich bin albern und hibbelig und giggelig. Aber ich bin an sich und in mir sehr ruhig. Man könnte es auch geduldig nennen.
Ich. Geduldig.
Ha.ha.ha.
Gesenktes Bäuchlein (tiefer geht kaum) und einige hübsche Schwangerschaftsstreifen, die mir – ebenfalls sehr überraschend – gar nichts ausmachen. Die Vorfreude überspielt gerade alles! Hormone. Yeah!
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Heute schreibe ich mal in ein paar Etappen. So ein Tag, der verläuft ja dann doch manchmal anders, als gedacht.
Als wir gestern Abend ins Krankenhaus zu meiner Schwester fuhren, da war das ganz schwer für mich. Sie wurden in einer der renommiertesten Geburtshilfekliniken Kölns operiert, so dass mir eine Menge Schwangere entgegen kamen, die alle nicht halb soviel Bauch vor sich hertrugen, wie ich. Und ich watschle breit grinsend vor mich hin und ignoriere die gaffenden Blicke und denk mir: bloß jetzt keine Wehen bekommen!
Auf der Hinfahrt, mitten im Berufsverkehr feststeckend, hatte ich nämlich bereits ein, zwei Wehen, die echt gemein waren. Kaum bei der großen Schwester angekommen war alles Ziehen, Stechen und Drücken verschwunden. Wir weinen beide ein bisschen, weil sie so schlimme Schmerzen hat und ich sie so gar nicht sehen mag. Mit der Galle haben sie ihr einen Stein entfernt, der so groß ist wie eine große schwarze Olive. 3cm! Echt wahr. Ich hab sowas noch nie gesehen und frage mich, wie sie es so lange mit dem fiesen Ding in der Galle ausgehalten hat.
Nach zwei Stunden tätschelt sie noch mal meinen Bauch, meint eher scherzhaft, dass ich bis Freitag/Samstag mit dem Entbinden warten soll (nun heißt es, sie solle wohl Samstag entlassen werden) und ich überlasse ihr meinen frisch geladenen iPod, den ich eigentlich selber mit ins Krankenhaus nehmen wollte. Ich denke aber ganz stark, dass mein Krankenhausaufenthalt letztendlich schöner und angenehmer werden wird, als ihrer. Da ist das schon okay.
Heute Morgen bei der Akupunktur die einzige Schwangere gewesen, die vorher schon mal da war. Dafür sieben neue Gesichter. Auf dem Flur dann auch die Dame aus dem GVK getroffen, die mich am vergangenen Sonntag mit der Geburt ihres kleinen Quentin überholt hat. Ihr ist überraschend die Fruchtblase zwei Wochen zu früh geplatzt und da der Kleine in BEL lag, hat man dann nach ein paar Stunden Wehen einen Kaiserschnitt gemacht. Ihr ging es super, der Kleine ist zuckersüß und ließ mich tief seufzen. Keinerlei Missgunst meinerseits, stattdessen noch mehr Vorfreude!
Diese Vorfreude konnte man dann auch direkt auf dem CTG sehen. Regelmäßige Wehen. Hübsche Wehen. Wehen, die man spürt und die auch schon unangenehm werden. Die Hebamme sagt, was sie alle sagen. Kann jederzeit los gehen, kann aber auch noch ein paar Tage dauern. Wir verabschieden und mit „Bis später!“ , denn spätestens in zwei Tagen sehen wir uns zum nächsten CTG wieder und das ist ja auch schon ‚später‘.
Ich fahre auf dem Heimweg noch Tanken, da mein kleines Autochen nach nun zehn Wochen daheim das erste Mal nach Benzin schreit (allein die Benzinkostenersparnis macht mich diesen Monat reich!). An der Kasse bekomm ich eine fiese Wehe und mache ein fieses Gesicht. Meine PIN fällt mir gerade noch rechtzeitig ein und ich beeile mich, nach Hause zukommen. Daheim angekommen ist die Wehe weg. Natürlich. Ich schnippel mir ein bisschen Obst klein, schmiere zwei Nutellabrote und tippe das heutige Gepiepse.
Um 12 Uhr kommt die Freundin, um mich zum donnerstäglichen Kaffeedate abzuholen. Später werde ich dann noch das donnerstägliche Bauchfoto nachreichen. Bei soviel Donnerstäglichkeit (Akupunktur nicht zu vergessen) könnte das Miezbaby ja ruhig auch ein Donnerstägliches werden.
Meine große Schwester wird heute Morgen operiert. Vielleicht liegt sie schon auf dem OP-Tisch. Sie bekommt die Galle entfernt. Schon ein heikler Eingriff, aber auch gut zu überstehen. Trotzdem ist mir bei dem Gedanken daran irgendwie komisch. Es fühlt sich ein bisschen wie Hilflosigkeit an, nicht so da sein zu können, wie ich das eigentlich gerne möchte. Ich hätte sie gerne ins Krankenhaus gefahren und ich wäre gerne da, wenn sie später aufwacht. Aber ich trau mir nicht mehr zu, die Strecke alleine zu fahren. Man weiß ja doch nie wie, wann und wo was passiert.
Blöd ist auch, dass sie mindestens bis Freitag im Krankenhaus bleiben wird. Wobei das sehr optimistisch gedacht ist. Dabei ist meine Schwester genau der Mensch, den ich nach der Entbindung eigentlich als erstes sehen wollen würde. Abgesehen vom Miezmann, natürlich.
Aber wer weiß, vielleicht kommt das kleine Miezbaby ja doch nicht vor kommender Woche angefahren. Mittlerweile traue ich dem Trödeljan ja einiges zu. Morgen würde ich ja dann wieder zur geburtsvorbereitenden Akupunktur und zum CTG gehen. Bei der va.ginalen Untersuchung gestern im Krankenhaus hatte sich jedenfalls nichts Neues ergeben. 3cm geöffneter MuMu und GMH auf 1,5 cm verstrichen. So wie vor zwei Wochen schon. Blutdruck ist okay, die Laborwerte waren gut (sogar der Eisenwert war wieder vorbildlich) und das Miezbaby wackelt im Becken noch mit dem Köpfchen. Der kleine Kerl hat vorbildliche Herztöne und rumort in smeiner Gebärmutter wie ein Flug einen Acker.
Erstaunlicherweise habe ich dafür heute Nacht zum ersten Mal seit neun Monaten durchgeschlafen. Also ich war nicht einmal nach dem Hinlegen auf der Toilette (und ins Bett hab ich auch nicht gemacht *gnihihi*) und bin nur zwei Mal ganz kurz wach geworden, um mich auf die jeweils andere Seite zu drehen (es war nahezu elegant und geräuschlos!). Neun Stunden Schlaf. Einfach so. Boah!
Wahrscheinlich sagt jetzt wieder einer von Ihnen, dass das vielleicht die Ruhe vor dem Sturm ist. Aber, meine Damen und Herren, das sagen Sie schon seit Wochen, wenn ich mal einen richtig guten Tag hatte. Seien wir also realistisch: ich wehe seit Tagen ganz ordentlich vor mich hin. Den MuMu und den GMH hats bisher nicht weiter beeindruckt. Stellen wir uns also lieber noch auf ein paar Tage ein. Dann ist die Überraschung umso größer.
(Und darf man mit einem Frischgepressten in ein anderes Krankenhaus z.B. auf die Innere zum Besuchen von Patienten? Oder ist das bedenklich für Frischgepresstes/Patienten?)
Als wir gestern Abend ins Bett gingen hatte ich das erste Mal ernsthaft Angst. Angst davor, die Schmerzen einer Geburt nicht ertragen zu können. Albern, ich weiß. Aber der gestrige Abend auf dem Sofa wurde doch von recht unangenehmen und sehr regelmäßigen Wehen begleitet. Als wir zu Bett gingen legte das Miezbaby dann eine Turnstunde ein, so dass ich dachte er wollte jetzt sofort durch die Bauchdecke kommen.
Ich lag bis zwei Uhr mit Wehen wach, schlief dann ein und wachte um vier Uhr ohne Wehen wieder auf. Ein bisschen gefrustet war ich schon. Wieder alles umsonst. Dafür einen Juckreizanfall vom Feinsten und blutige Schienenbeine am Morgen. Das muss doch langsam mal ein Ende finden!
In meinem E-Mail-Posteingang findet sich dafür eine E-Mail von einem Pärchen aus dem GVK. Sie war vier oder fünf Wochen hinter mir und hat am 19.04. ihren Sohn zur Welt gebracht. Ich quietsche also vor Freude beim Anblick des Fotos und schimpfe da Miezbaby, dass es so trödeln muss. Das muckst sich aber nicht. Langschläfer ist es also auch noch. Ganz die stolzen Eltern!
Gleich werde ich im Krankenhaus anrufen, wann ich zur CTG-Kontrolle kommen kann. Neuer Tag. Neues Glück
Ich habe ganz vergessen zu berichten, dass ich am Samstagmorgen im Krankenhaus unsere Nachbarin traf (ich mag sie sehr sehr gerne), die gerade eine Freundin besuchte, die am vergangenen Mittwoch ihr Baby per Kaiserschnitt bekam. Das, an sich, ist ja noch nicht berichtenswert. Der Grund für den Kaiserschnitt umso mehr.
Bereits vor zwei Wochen erzählte mir S. in der Waschküche, dass ihre Freundin einen Tag vor mir ET hätte. Und aus Angst, ihr Baby könne sich am 20.04. entschließen geboren zu werden, hätte sie sich nun zu einem Kaiserschnitt entschieden. Darauf habe ich einfach gar nicht reagiert, erst in unserer Wohnung den Kopf geschüttelt und dem Miezmann fassungslos berichtet, was für Gedanken sich manche Menschen doch um ein mögliches Geburtsdatum machen.
Dann kam mein Ex-Freund mit einem blöden Kommentar zum Datum um die Ecke, mein Bruder ließ einen Spruch dazu fallen und flüchtige Bekannte mahnten mich, mein Kind bloß nicht am 20.04. zu gebären. Alles verkraftbar. Ich steh da drüber. Was interessieren mich schizophrene Österreicher, die lange tot sind?
Dann kam gestern diese blöde SMS von meiner besten Freundin. Da würde uns der Kleine ja wohl doch warten lassen und wenn er morgen (also heute) geboren würde, dann wäre das am selben Tag, wie Hit.ler. Wäre jetzt nicht böse gemeint, aber sie meint halt mich darüber informieren zu müssen.
Ich habe gestern nicht mehr auf die SMS geantwortet, heute Morgen erst geduscht (kalt. Hilft ganz gut gegen den Juckreiz), mich ausgiebig eingecremt und dann geantwortet. Sowas wie: ich wünsche jedem, der mir in den letzten Tagen mit diesem doofen Datumsding gekommen ist, die Schmerzen und den Juckreiz an den Hals, den ich gerade habe. Dann würden alle freiwillig nach dem 20 als Geburtsdatum schreien!
Ja, ich gebe zu. Ein bisschen zickig ist es. Aber wenn es doch nicht böse gemeint ist, kann man es doch direkt für sich behalten. Was glauben diese Menschen eigentlich, welchen Einfluss man auf den Geburtstermin hat? Ich kann nur froh sein, dass sowohl meine Familie, wie auch die des Miezmannes, jeweils eine Person bestimmt zu haben scheinen, die regelmäßig den Status abfragt. Das heißt letztendlich, dass nicht jeden Tag dutzende Menschen anrufen, sondern jeden Tag einer. Heute ist meine Schwester dran, morgen meine Schwiegermutter. Hat sich so ergeben und empfinde ich als sehr angenehm.
Nun habe ich eben mein Müsli gefrühstückt, meinen heißgeliebten Guten Morgen Kaffee genossen und werde jetzt ein bisschen aufräumen und saugen. Alles ganz langsam. Ab jetzt mach ich mir keinen Stress mehr. Die Entscheidung liegt ja doch beim Miezbaby. Der kleine Mann wird schon wissen, was er wann wie zu tun hat.
Ich bin wieder zu Hause. Weiterhin als Miezbabyhöhle und nicht als Miezbabymama.
Was in den letzten zwei Tagen geschah:
Freitagmorgen rief ich im Krankenhaus an, wann ich zum CTG kommen könnte. Das war so geplant, weil meine Ärztin im Urlaub ist. Nach einem „am besten sofort“ war ich gegen neun Uhr als im Kreißsaal und wurde ans CTG angeschlossen. Der Hebamme fielen sofort meine blutig gekratzten Hände auf und auch der Bauch war ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die vorangegangene Nacht war einfach der Horror. Sie fragte noch, seit wann ich diesen Juckreiz hätte und ob er am ganzen Körper gleich stark sei, was ich bejahte. Dann war sie erst mal verschwunden.
Zehn Minuten später kam dann eine Ärztin zu mir, begutachtete ebenfalls meine Hände, Füße, Beine und schaute dann sehr kritisch drein. Ihr wisst schon. So ein Blick, der echt besorgniserregend ist, aber eigentlich noch gar nichts aussagt.
„Ich möchte Sie gerne stationär aufnehmen.“ Bumm. Aha. Okay. Ja. Wieso???
Der Juckreiz und Ausschlag deuten auf schlechte Leberwerte hin. Das heißt, dass die Leber nicht mehr in der Lage ist, alle Giftstoffe zu filtern und abzubauen und diese daher vom Körper versucht werden, über die Haut auszuscheiden. Erst mal ist das nur unangenehm, kann aber durchaus auch das Baby schädigen, wenn zum Beispiel auch die Plazenta nicht mehr in der Lage ist, die Giftstoffe vom Kind fernzuhalten. Wieso oder warum die Leber ihre Arbeit reduziert weiß man nicht so genau. Dieses Phänomen kommt wohl aber öfters bei Schwangeren kurz vor der Geburt vor und endet im schlimmsten Fall mit einem Plazentainfarkt.
Nein, das ist nichts, was eine Schwangere zwei Tage vor ET hören will!!!
Ich ließ also eine Menge Blut, ging dreimal am Tag zum CTG (jedesmal mit hübschen Wehen und wunderschönen Herztönen) und schmierte mir in 24 Stunden zwei Tuben Fenistil (das einzige, was wirklich sofort gegen den Juckreiz hilft) auf den Körper. Dennoch bildeten sich natürlich bei jeder Berührung der Haut neue Pusteln, die mir die Ärztin als Wassereinlagerungen direkt unter der Haut erklärte. Die gespannte Haut juckt dann halt. Und dass ich ein echtes „Problem“ mit Wassereinlagerungen habe, zeigte die Tatsache, dass ich in knapp 10 Tagen fünf Kilo zugenommen habe. Wohlgemerkt waren das zehn Tage, in denen ich mich nahezu zum Essen zwingen musste, weil ich kaum noch Hunger habe, mir ständig übel und schwindelig ist. Auch nicht gerade beruhigend.
Bei der gestrigen Visite meinte die Ärztin dann, dass die Leberwerte besser geworden seien (ich habe mehrere Infusionen und viel viel viel zu trinken bekommen.). Die CTGs wären okay, das Baby wäre wunderbar und wir würden dann jetzt bis Montag waren, um dann möglicherweise einzuleiten.
Ich fragte daraufhin, ob eine Einleitung denn wirklich nötig sei, wenn es dem kleinen Mann doch so gut ginge (auch die Plazenta ist riesen groß und noch topfit!). Und überhaupt. Kratzen Eincremen könnte ich mich doch auch zu Hause.
Wenn ich versprechen würde Montagmorgen zum CTG zu gehen, ja, dann könnte ich auch nach Hause fahren.
Zwei Minuten später war der Miezmann da, um mich abzuholen und weitere zwei Minuten später stand ich mit Sack und Pack vor dem Schwesternzimmer, um mir den Infusionszugang ziehen zu lassen. (30 Minuten später war ich endlich stolze Besitzerin des neuen Depeche Mode Albums!)
Seither liege ich auf dem Sofa oder im Bett und schlafe ständig. Mein Kreislauf ist im Urlaub, das Jucken fast unerträglich und mein Gemütszustand ist ziemlich angeschlagen. Wenn ich aufwache muss ich immer zuerst weinen. Weil ich mein Baby will, weil mein Körper nicht mehr mag, weil die Wassereinlagerungen schmerzen, die Haut spannt und brennt, mein Kopf Angst hat von den ganzen Wehwehchen so ausgelaugt zu sein, dass die Kraft für eine Geburt nicht mehr reicht (und dann kommt noch einer um die Ecke und meint, ich solle bloß aufpassen, dass ich mein Kind nicht am 20.04. bekommen würde!).
Sie sehen, ich bin gerade nicht sehr unterhaltsam. Aber ich wollte Ihnen trotzdem den Stand der Dinge mitteilen. Danke für alle guten Wünsche via Twitter und Co. Ich werde jetzt mal einen Blick in meinen E-Mail-Posteingang werfen und bis zur nächsten Wortmeldung einen schönen Restsonntag wünschen.












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