You are currently browsing the tag archive for the '7.SSW' tag.

Ich habe ein Baby, das am kommenden Montag genau 6 Monate alt wird, bin außerdem in der 7. Woche schwanger und lebe in unmittelbarer Nähe zu einem Todesfall durch Schweinegerippe Schweinegrippe ohne Vorerkrankung. Dass mich unsachliche Meinungsäußerungen zum Thema Schweinegrippe-Impfung von Schwangeren und Babys beschäftigen, finde ich jetzt nicht sonderlich ungewöhnlich.

Eigentlich wollte ich mich nicht impfen lassen. Eben weil es überhaupt keine ausreichenden Erkenntnisse über die Nebenwirkungen des Impfstoffs auf Ungeborene oder auf Babys gibt. U.a. gibt es auch überhaupt keine Tests, ergo Erkenntnisse über die Verträglichkeit des Impfstoffs von Kindern unter 6 Jahren!

Ich bin unsicher, verängstigt, frage mich, ob ich mit der Schuld leben könne, sollte mein Baby oder mein Ungeborenes erkranken / geschädigt werden? Durch die Impfung oder die Erkrankung. Diese ernsthafte Sorge und Angst mit Sätzen wie

[…] Werdende Mütter und ungeborene Kinder vor. Pieks! Und neun Monate später: Ja, wo isser denn, der Arm? […]

zu kommentieren, macht mich wirklich traurig.

Ehrlich gesagt bin ich sogar ziemlich aufgebracht. Ach noch Tage später. Solche Sätze mögen „überzeichnet“ gemeint sein, sind letztendlich aber einfach nicht zu Ende gedacht und eine Anklage der Schwangeren, die sich vielleicht doch für eine Impfung entscheiden. Ein unterschwelliges „Du bist selber schuld, wenn Deinem Ungeborenen etwas geschieht, weil Du Dich hast impfen lassen!“ Wie anmaßend! Besonders, wenn selber gar nicht von dieser Entscheidung steht! (Dass das natürlich ganz anders gemeint war und ganz bestimmt keine Anklage von irgendwem ist, ist mir im Voraus schon klar. Nur leider fehlt dem Beitrag jegliche Sachlichkeit, um ihn ernst zu nehmen und jeglicher Humor, um ihn lustig zu finden.)

Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich immer noch nicht entschieden. Weder für noch gegen die Impfung. Doch der Todesfall in unmittelbarer Nachbarschaft macht einem einfach Angst, lässt das ganze realer werden. Es sind nicht mehr nur „die Anderen“. Und ich bin wirklich kein Hysteriker, was die Schweinegrippe betrifft.

(Ich will hiermit keinen Krieg in Klein Bloggersdorf vom Zaun brechen. Ich will nur einfach mal meine Gedanken zum Thema äußern und vielleicht mal deutlich machen, warum ich reagiere, wie ich reagiere [und vielleicht den ein oder anderen dazu bewegen, seine Äußerungen zukünftig mit mehr Feingefühl und überdachter zu tätigen.])

Zwei ebryonale Anlagen. Auch nach zwei Mal drüber schlafen sind sie vom Ultraschallbild nicht verschwunden. Mein Kopf ist nicht wirklich klarer, sondern eher im Gegenteil, noch vollgestopfter mit Fragen, Fragen, Fragen. Die lauteste von allen ist derzeit wohl „Was wäre wenn?“

Was wäre, wenn da nun zwei kleine Lebewesen geboren würden und zu Hause ein gerade einjähriger vielleicht erst das Laufen lernt? Wo bekommt man einen Drillingswagen her? Oder doch Zwillingswagen und einer im Bondolino? In welches Auto passt so ein Wagen? Wie wird der Quietschbeu auf gleich zwei Geschwisterchen reagieren? Wie geht man mit zwei Säuglingen und einem Kleinkind einkaufen, spazieren oder fährt gar Verwandtschaft besuchen? Wie bekomme ich drei Nichtläufer von der ersten Etage in den Hof und anschließend ins Auto? Woher kommt der plötzliche Geldsegen, der uns noch eine Ration Windeln, den (mindestens) Zwillingswagen, die zwei Babyschalen, die zwei Betten, die zwei Schränke beschert. Es ist nicht so, dass wir arg am Hungertuch nagen, aber wir haben halt mit einer zusätzlichen Babyausstattung gerechnet, nicht mit Zweien. Das wäre gerade einfach nicht drin.

Außerdem. Wann schlafe ich? Wann mache ich mir einen Kaffee (dass ich diesen warm trinken werde, rede ich mir schon gar nicht mehr ein)?

Auf der anderen Seite … wie toll! Zwei kleine Lebewesen mehr in unserem Leben. Mein Herz würde Platzen vor Liebe und Stolz und früher oder später hätten wir eh eine Nummer drei gewollt. Alles ist machbar. Alles ist schaffbar. Und dass es stressig wird wusste ich vorher. Dann halt eine Schippe oben drauf. Ich bin jung, dann gerade mal 29 Jahre alt. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich habe hier ja schon mal geschrieben, dass ich an etwas da oben glaube. Etwas, dass den richtigen Zeitpunkt bestimmt. Wieso nicht auch die richtige Menge? ;)

Mein Bauchgefühl sagte mir vorher schon, dass alles genau so ist, wie es sein soll. Dennoch ist man natürlich ängstlich und sorgt sich. Nun dann heute also die Bestätigung, dass da ein zweites Herzchen in mir schlägt. Eins, dass auf den Tag und ein Bisschen entwickelt ist.

1. Vorsorgeuntersuchung (6+0)

1. Vorsorgeuntersuchung (6+0)

Da ist eine wundervolle Fruchtblase. Und da ist ein wundervoller Dottersack. Aber … das Herzlich blubbert plötzlich an einer völlig anderen Stelle, als an der, an der meine Ärztin kurz zuvor die Embryoanlage erkannt hat. Nämlich in genau der der anderen Ecke des Dottersacks. Ich bin ein bisschen verwirrt. Meine Ärztin auch. Und so feixe ich auf dem Gyn-Stuhl liegend: „Aber Sie sagen mir jetzt nicht, dass das Zwillinge sind?“ Die Antwort war arg zögerlich und vor allem war sie kein „Nein!“

Da ist etwas, was sie zuerst für die Embryoanlage gehalten hat. Vermessen entspricht es 6+0, etwa genau die Zeit, um die der Herzschlag herum erkennbar wird, aber noch nicht zu erkennen sein muss. Genau gegenüber liegt eine weitere Anlage, vermessen entspricht diese 6+1 … und die hat ein schwach blubberndes Herzchen. Nun heißt das erstmal nichts. Ich habe gesehen und gehört, was ich sehen und hören wollte: ein schlagendes Herzchen. Zeitgerecht. Ich atme tief durch und bin erstmal glücklich.

Im anschließenden Gespräch wird meine Ärztin dann noch mal sachlich. Zu diesem Zeitpunkt könne sie eine Zwillingsschwangerschaft definitiv nicht ausschließen. Aber halt auch nicht bestätigen. Ob ich bis zum nächsten regulären Termin damit leben könne? Ja, kann ich.

Ich lasse das ganze jetzt erstmal auf mich wirken. Ähm. Ja.

KaffeeHeute zum Beispiel ein starker Milchkaffee auf nüchternden Magen.

Erlösend.

geträumtSeit rund zwei Wochen träume ich jede Nacht in irgendeiner Art und Weise von unserem Baby. Es ist nicht immer Hauptakteur in meinen Träumen, aber es ist immer dabei. Nichts ungewöhnliches, denke ich.

Was mich allerdings wundert ist, dass ich immer von einem Jungen träume. Wenn ich vom Nachwuchs rede, sage ich unbewusst auch immer er oder der Kleine. Auch sagt mir mein Bauchgefühl irgendwie, dass es ein Junge wird. Mir fallen schöne Jungennamen ein und ich achte beim Blättern in diversen Katalogen eher auf Jungenkleidung, als auf Mädchenkleidung.

Nun ist es nicht wahnsinnig ungewöhnlich, dass man sich im Voraus auf ein Geschlecht versteift. Was mich dabei aber so verwirrt ist die Tatsache, dass ich mir immer von ganzem Herzen ein Mädchen als erstes Kind gewünscht habe.

Jetzt, wo ich tatsächlich schwanger bin, stelle ich fest, dass mir das plötzlich völlig egal ist.

Wie ist das mit Euch? Hattet Ihr Vorahnung und wurden diese bestätigt oder wiederlegt?

zufriedenDa ich mit unserer Personalsachbearbeiterin sehr gut klar komme, hatte ich ihr bereits letzte Woche von meiner Schwangerschaft erzählt. Sie hat sich wahnsinnig für uns gefreut, mich umarmt und uns alles Gute gewünscht. Auf ihr Anraten hin habe ich dann heute auch meinen direkten Vorgesetzten in Kenntnis gesetzt. Sie war der Meinung, dass das nur fair sei, außerdem könnte ich dann auch mit mehr Verständnis rechnen, wenn doch noch etwas schief gehen würde (was wir natürlich alle nicht hoffen!).

Ich hatte ehrlich gesagt ganz schön Bammel vor dem Gespräch, immerhin bin ich auch erst 1 ½ Jahren im Unternehmen und habe eine neu geschaffene Stelle besetzt. Mir war vorher klar, dass darüber gesprochen werden muss, ob die Stelle während meiner Abwesenheit neu besetzt wird, oder ich gegebenenfalls recht schnell wieder im Homeoffice arbeite.

Überraschenderweise hat mein Chef sich sehr gefreut. Also ehrlich gefreut. Außerdem meinte er, ich solle mir um meine Stelle keine Sorgen machen. Immerhin sei diese so unabhängig, dass ich problemlos Teilzeit, Homeoffice oder eine Kombination aus Beiden arbeiten könnte. Das hat mich ungemein beruhigt, denn ich möchte eigentlich ungern längere Zeit aus dem Job ausscheiden.

Am besten gefiele es mir, wenn ich nach etwa einem halben Jahr eine Halbtagsstelle besetzten könnte und davon einen halben Tag in der Woche in der Firma, den Rest zu Hause arbeiten könnte. Das ist derzeit natürlich alles arg theoretisch. Ich weiß.

Erstmal bin ich jedenfalls beruhigt, dass dieser Schritt gegangen ist und ich mir jetzt nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen muss, wie er wohl reagieren wird. Beruhigend.

super frohHeute war der heiß ersehnte erste Vorsorgeuntersuchungstermin. Überraschenderweise sollte ich die Praxisgebühr löhnen, was mich natürlich erstmal verwirrte. Man erklärte mir dann aber, dass Frau Doktor bei jeder Untersuchung einen Ultraschall machen würde (von der Kassen sind nur 3 vorgesehen) und man deshalb die Praxisgebühr nehmen würde. Okay, kann ich mit leben.

Dann ließ ich das Standardprogramm über mich ergehen. Blut, Urin, Blutdruck, dutzende Fragen … man kennt das ja.

Meine Frauenärztin beglückwünschte mich überschwänglich. Immerhin gehen wir diesen Weg seit 3 Jahren gemeinsam. Ihr Loblied auf das gute alte Mönchspfeffer war lauter denn je. Zu Recht.

Der für mich wichtigste Teil dieser Untersuchung brachte dann auch genau das zum Vorschein, was ich mir so lange gewünscht habe. Eine klitzekleine Erdnuss mit einem wild pochenden Herzchen. Ich hab Freudentränen geheult.

Dann durfte ich Mutterpass und Ultraschallbild in Empfang nehmen.
Ich bin ganz offiziell eine werdende Mutter in der zwei Herzen schlagen.
OH. MEIN. GOTT.

Das Miezbaby bei 6+1

Miez Miez Miez

  • ■ 28 Jahre
  • ■ verheiratet
  • ■ schwanger
  • ■ Babymama
  • ■ Elternzeit
  • ■ Nähe Bonn

ICQ: 586071494

mamamiez gmail.com
Lilypie Erster Geburtstag Ticker Lilypie Ich erwarte ein Baby Ticker

Miez’ Gezwitscher

Archiv

Mama Miez’ Litfaßsäule

Haftungshinweis

Die auf dem Blog Mama Miez’ Blog veröffentlichten Inhalte (Geschichten, Berichte, Fotos, Videos etc.) sind – soweit nicht anders gekennzeichnet – mein geistiges Eigentum und unterliegen dem Urheberrecht. Eine Weiterverwendung aller auf diesem Blog befindlichen Medien und Inhalte ist ausdrücklich nicht gestattet.

Darüberhinaus behalte ich mir vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Dieses Blog führe ich anonym unter dem Pseudonym Mama Miez. Sollte eine eindeutigere Identifikation meiner Person nötig sein, so erreichen Sie mir über die oben angegebenen E-Mail-Adresse.