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Guten Morgen Männlein.
Du bist heute auf den Tag genau 6 Monate alt. 26 Wochen und 2 Tage.
Ein halbes Jahr! Wo ist die Zeit geblieben? Jeden Morgen begrüßt Du mich mit diesem breiten, sehr begeisterten Grinsen, dass so etwas wie „Yeah, aufstehen! Spielen!“ zu sagen scheint.
Du bist ein so unglaublich großer Junge geworden. Kaum noch etwas erinnert an das Baby, das Du eigentlich bist. Außer wenn Du einen Deiner hysterischen Schreianfälle bekommst, die aber sehr, sehr selten geworden sind. Wenn Du mal extrem übermüdet bist, dann kommt das schon mal noch vor. Aber da wir Dich inzwischen wirklich gut kennen, wissen wir auch, wann Du müde bist. Ganz klassisch reibst Du Dir dann die Augen und die Nase. Außerdem lächelst Du dann ganz erschöpft, wenn man Dich hoch nimmt und in Richtung Deins Zimmers geht. Du magst Dein Zimmer, den Wickeltisch und Dein Bett. Ja, ernsthaft. Wenn ich Dich in Dein Bett lege zappelst Du vor Freude und lachst laut!
Wir beten abends weiterhin zusammen, nachdem ich Dir ein Schlaflied gesungen habe. Dann bekommst Du Deinen Nuckel, presst Deine beiden Schnuffelpuppen an Dich und schläfst ein. Das geht meist so schnell, dass ich den Raum nicht mal vorher verlassen könnte, selbst wenn ich wollte.
Die meiste Zeit der Wachphasen verbringst Du in der Bauchlage. Die Robbst Dich hervorragend an alles heran, was Dich interessiert, auch wenn das sehr lang dauern kann, weil Du derzeit nur die Richtungen Rückwärts und Seitlich beherrscht. Aktuell übst Du wie ein Besessener auf die Knie zu kommen. Allerdings bist Du dabei so sehr mit Deinen Beinen beschäftigt, dass Du darüber die Arme vergisst und Dich schon mehrmals auf die Nase hast fallen lassen. Dasselbe Phänomen kann man auch bei Deinen Sitzübungen beobachten. Su setzt Dich hin, schräg, schwankend und ziehst dann plötzlich die Hand weg, mit der Du Dich abgestützt hast. Plums. Zum Glück hast Du Dir noch nicht ernsthaft wehgetan.
Dein Lieblingsspielzeug ist derzeit die Zahnungshilfe von NUK. Wir nennen sie Zepter und Dich den kleinen König. Stundenlang kannst Du Dich mit diesem Stab beschäftigen, ihn drehen, wenden, ansabbern und darauf herum kauen.
Dein zweitliebstes Spielzeug: die Katzen. Wenn Du die Katzen siehst brichst Du in grelles Freudengeschrei aus. Leider habe ich derzeit die noch wage Befürchtung, dass Du allergisch sein könntest, da Du mittlerweile eigentlich ständig die Nase zu hast. Wir werden Dich daher testen lassen und mir graut es vor einem positiven Ergebnis (wobei ich trotz großer Liebe zu den Katzen sagen muss, dass wir sie Deiner Gesundheit zu Liebe dann abgeben würden).
Besonders niedlich ist es, dass Kit-Katze ständig versucht mit Dir zu spielen. Sie holt dann ihre in der ganzen Wohnung versteckten Schaumgummibällchen hervor und legt sie Dir unmittelbar vor die Nase, damit Du den Ball dann anschupst oder wirfst. Leider hast Du nach wie vor die Angewohnheit erst mal alles in den Mund zu stecken, weshalb ich vor ein paar Tagen sehr hysterisch die ganze Wohnung nach versteckten Katzen-Schaumgummibällchen absuchte, um sie verschwinden zu lassen. Ich bin wahrlich kein Freund von Sterilität, aber so ein gammeliges Katzenbällchen, eingespeichelt und vollgehaart … nee!
Deine Essgewohnheiten haben sich in diesem Monat stark verändert. Du lutscht und kaust an allem herum, das man Dir anbieten. Bis auf Banane scheinst Du auch alles zu mögen. Du trinkst morgens und in der Nacht eine Flasche Milch. Der Rest Deiner Mahlzeiten besteht schon aus Breien. Mittags gibt es Gemüse-Kartoffel-Brei, oft auch mit Fleisch. Nachmittags dann und wann Obst, da Du inzwischen Birne und Aprikose für essbar befunden hast. Allerdings hast Du nachmittags keinen großen Hunger und trinkst lieber Tee oder sabbelst an einer Reiswaffel herum. Den extra für Dich angerichteten – ach, so wichtigen – Obst-Getreide-Brei, hast Du gänzlich verweigert. Und ich tippe ernsthaft auf „keinen Hunger“, denn angewidert hast Du nicht gerade geschaut. Nach fünf Löffeln hast Du einfach den Mund nicht mehr auf gemacht. Dafür haust Du abends beim Grießbrei so richtig rein. So schnell wieder Mund da auf geht habe ich meist den Brei gar nicht auf dem Löffel. Oh, und wir füttern Dich in Deinem Trip Trap, obwohl Du noch nicht selbstständig sitzen kannst. Nur da hast Du die nötige Bewegungsfreiheit, um in Ruhe zu Ende zu essen. Im Maxi Cosi oder Deiner Wippe flippst Du nach einer Minute aus. Auf meinen Schoß verweigerst Du generell jede Nahrungsaufnahme. So wurden wir schwach und handeln entgegen unserer Vorsätze. So schnell kann‘s gehen.
Du hast zwei Zähne. Die unteren mittleren Schneidezähne sind inzwischen deutlich zu sehen und spüren. Und ich finde es sehr erstaunlich, wie Du sie bereits als Säge bzw. Knabberwerkzeug benutzt. Zum Beispiel bei gedünsteter Möhre oder Apfelschnitzen.
Wir haben aufgehört Dich ständig zu wiegen und zu vermessen. Du bist gesund und munter, weder dick noch dürr. Da mache ich mir keine Sorgen. Kleidergröße 74 wird langsam knapp und 80 passt dafür nun hervorragend. Du bist ein wirklich großes Kind und wenn Du stehst, Dich an meinen Beinen festhaltend, reichst Du mir bis zu den Oberschenkeln. Das sieht manchmal so aus, als wolltest Du gleich los laufen. Immerhin trägt Deine 20 Monate alte Cousine auch Größe 80 und die läuft wie ein Wirbelwind von a nach b. Kommende Woche haben wir die U5 und werden da Deine aktuelle Größe erfahren. So ein bisschen gespannt bin ich ja schon.
Du liebst es nach wie vor im Auto und im Kinderwagen zu fahren. Noch mehr liebst Du es, im Bondolino zu sitzen, wenn wir einkaufen gehen, weil Du dann einfach am Meisten siehst. Allerdings ist das für mich bei weitem nicht mehr so entspannt, wie früher. Inzwischen greifst und ziehst Du nach bzw. an allem! Nach dem Obst, wenn ich mich vorbeuge, an dem Einkaufwagen, den ich vor mir her schiebe oder nach Menschen, die neben uns stehen. Einen Einkaufszettel zu lesen ist sowas wie Leistungssport, weil Du ständig danach grapscht und ihn Dir in den Mund stopfst. Wenn Dir das Einkaufen zu lange dauert, beginnst Du im Bondolino auf und ab zu hopsen und mit dem Oberkörper von links nach rechts zu wackeln.
Diesen „Tanz“ hat Dir Papa gezeigt. Sobald irgendwo laut Musik läuft wackelst Du mit dem Oberkörper. Egal, ob Du liegst, sitzt oder stehst. Das sieht wahnsinnig niedlich aus und wir müssen dann immer so sehr lachen, bis Du selbst anfängst laut zu glucksen.
Liebes Bärchen, Du kannst und tust so viele Dinge, dass ich sie gar nicht alle notieren kann. Du hast eine so unglaublich große und liebenswerte Persönlichkeit, dass ich mir nicht vorstellen könnte je wieder ohne Dich zu sein. Ohne Dein herziges Lachen, Deine wunderschönen blauen Augen. Deine Augen sind der Wahnsinn!
Ich liebe Dich abgöttisch. Du bist ein Teil von mir, meinem Herz. Ohne Dich wäre ich nicht glücklich, könnte es gar nicht sein.
Guten Morgen Sabberschnüüüt, guten Morgen mein Bärchen
Du bist heute auf den Tag genau 5 Monate alt. 21 Wochen und 5 Tage.
Meine Güte. Nächsten Monat ist es schon ein halbes Jahr! Und dabei bist Du doch gestern erst geboren und schon ein Leben lang bei uns.
In diesem Monat warst Du ein Streber-Angeber-Baby par excellence. Kein übermäßiges Weinen, weniger Scheu vor anderen, viel Lachen, Ausprobieren, Üben. Egal wo wir hingingen, Du hast Dich so vorbildlich benommen (wenn man bei Babys schon von Benehmen reden kann. Ich denke es ist klar, was gemeint ist), dass ich mich nicht ein Mal beschwerte, Du wärst anstrengend oder ich wäre erschöpft, oder so.
Du drehst Dich schon seit einem Monat völlig selbstverständlich auf den Bauch, jammerst nun aber nicht mehr rum, sobald Du auf dem Bauch liegst, sondern spielst einfach vor Dich hin. Bis zu einer dreiviertel Stunde ohne meckern. Ein paar Mal lagst Du auch einfach wieder auf dem Rücken, ohne dass ich gesehen habe, ob das ein Zufall oder Technik war. Ich tippe auf letzteres, aber da Du eindeutig lieber auf dem Bauch liegend spielst, ließ sich ein eindeutiger von Bauch auf Rücken Dreher bisher nicht beobachten. Inzwischen gehst Du von der Bauchlage auch schon mal in den Liegestütz und schiebst Dich rückwärts durchs Wohnzimmer. Man findet Dich grundsätzlich nie so vor, wie man Dich abgelegt hat.
Seit einigen Tagen übst Du sehr ausdauern, den Nuckel wieder richtig rum in Deinen Mund zu befördern. Dafür spuckst Du ihn aus, sammelst ihn mit den Händen wieder auf und drehst ihn mit beiden Händen dann in jede erdenkliche Richtung. Zwischendurch testest Du, ob er so oder so in den Mund passen würde, guckst ihn Dir noch mal genauer an und drehst ihn ein Stück weiter hier her oder dort hin. Sobald Du ihn dann richtig im Mund hast saugst Du ein-, zweimal daran, quietschst dann vor Freude (so laut, dass mir fast das Trommelfell platzt!), spuckst den Nuckel wieder aus und fängst von vorne an. Ausdauer ist somit schon mal nicht Deine Schwäche. Außerdem nuckelst Du an Deinen Zehen. Ebenfalls ausdauernd. Natürlich!
Du hast die Katzen als Lebewesen erkannt. Du kannst sie ewig beobachten, oder drehst Dich direkt zu ihnen um, wenn sie Miauen. Und das tun sie ausgiebig. Besonders gerne, wenn ich Dich gerade füttere. Ein paar Mal hast Du schon Kitts Fell zu Fassen bekommen. Unglaublich wie geduldig dieses Katzenmädchen sein kann. Wird es ihr zu bunt und Du drehst und zerrst zu sehr an ihrem Fell, versuchst sie sich davon zu machen. Einmal musste ich Deine Finger mit Gewalt aus ihrem Fell rupfen, weil Du einfach nicht losgelassen hast. Kitt hat nur einmal schmerzhaft miaut und ist dann davon getrottet. Grundsätzlich lasse ich Dich mit den Katzen aber nicht alleine. Zu diesem Zeitpunkt vertraue ich weder den Katzen noch Dir, was den zärtlichen und rücksichtvollen Umgang miteinander betrifft
Seit etwa drei Wochen zahnst Du, wo bei das ein sehr mysteriöser Prozess ist. Ich spüre die ersten Zähnchen. Unten und oben! Aber sie brechen nicht durch. Da Du derzeit aber wie ein Berserker auf allem herum kaust, was kaubar ist und Du Dich nach der Einnahme von Osanitkügelchen eigentlich recht fix beruhigst, bin ich mir sicher, dass sich da irgendwas tun muss. Auch Dein erster Schnupfen passt wunderbar dazu.
Der erste Schnupfen. Auch so ein Thema in diesem fünften Monat. Von heute auf Morgen, über Nacht, hattest Du eine wahnsinnige Rotznase und hast Darth Vader Konkurrenz gemacht. Am dritten Tag waren wir sogar beim Arzt, weil ich mir wirklich Sorgen gemacht habe. Aber mit Nasentropfen, ein bisschen Babix und Majoranbutter war der Schnupfen nach nur fünf Tagen auch schon wieder vorbei (nur damit ich ihn dann in voller Breite übernehmen konnte).
Auch eingeführt in diesem Monat haben wir die Beikost. Zu früh, wenn man nach WHO-Empfehlung und diversen Büchern geht. Genau richtig, wenn es nach Dir und dem Arzt ginge. Der hat nämlich gesagt, dass Kinder genau dann zur Beikost bereit sind, wenn der Mund aufgeht, sobald man sich etwas in den Mund steckt und ein Löffel nicht mehr mit der Zunge aus dem Mund geschoben wird. Das war bei Dir schon vor drei Wochen der Fall.
Inzwischen wissen wir: Du magst keinen Möhrenbrei, dafür aber Kürbis. Pastinake mit Kartoffel und Pute stinken beim Einfüllen und beim wieder Ausscheiden bestialisch! Das einzige 4Monats-Menü, das auch mir schmeckt, sind Bio-Nudeln mit Schinken, Tomaten und Möhren. Leider lässt Du genau von diesem quasi gar nichts übrig. Derzeit isst Du ein halbes Glas, trinkst noch 100ml Milch hinterher und bist dann gesättigt. Ansonsten hat sich an Deinen Essgewohnheiten eigentlich nichts verändert. 4 x 200ml Milch plus die Mittagsmahlzeit wie gerade beschrieben. Das ist optimal. Nicht zu viel und nicht zu wenig.
Du hast weiterhin ein bilderbuchmäßiges Schlafverhalten. Ich kann, darf und will mich nicht beschweren. Bilderbuchmäßig halt! Ich halte es weiterhin mit einem wortlosen Kopfnicken, wenn ich danach gefragt werde. Das ist das ungefährlichste.
Papa ist Dein Held! Wenn wir nachmittags gemeinsam auf deiner Schaumgummipuzzle liegen und der Schlüssel im Schloss klappert, freust Du Dich, wie ein kleiner Zitteraal. Dein ganzer Körper ist dann in Bewegung, Arme und Beine zappelt, Dein Kopf dreht sich sofort zur Tür und wenn Papa dann im Rahmen erscheint quietscht Du vor Begeisterung so laut, dass einem das Herz aufgeht. Oft streckst Du ihm dann schon die Arme entgegen. Das machst Du seit rund einer Woche immer wieder, wenn Du auf den Arm genommen werden willst. Dein erstes sehr eindeutiges „Ich will zu Dir!“-Zeichen und ich bin jedes Mal so ergriffen davon, dass ich heulen könnte.
Du bist aus Deiner Kinderwagentragetasche heraus gewachsen, so dass wir umbauen mussten und Du nun mit dem Sommerfußsack im Sportwagen liegst. Die meiste Zeit im Klappmesser, weil Du sonst nichts sehen kannst, aber ich bleibe hart. Bis Du wirklich selber sitzen kannst wird im Wagen eben nicht gesessen. Punkt.
Du hast eine Bauchmuskulatur wie ein Stein. Wahnsinn. Und knubbelige Speckbeinchen. Ich denke beides wird sich einander anpassen, wenn Du mit dem Krabbeln beginnst.
Du fährst weiterhin gerne Auto und sitzt gerne im Bondolino. Auch wenn Du inzwischen ein echter Brocken bist, so trage ich Dich auch noch sehr gerne darin. Mein Rücken macht das gut mit und es war deutlich anstrengender Dich im Wochenbett mit knapp 5 Kilo zu tragen, als jetzt fit und gesund mit 8,5kg. Auch wirkst Du in der Trage nun schon so groß, dass ich täglich damit rechne, dass sie Dir an der Wursttheke eine Fleischwurst anbieten. Nimm sie, mein Kind! Mama mag Fleischwurst!
Gestern waren wir beim Kinderarzt zur dritten Impfung. Dabei wurdest Du direkt gewogen und vermessen. Du bist aktuell 73 cm groß, wiegst 8630 Gramm und trägst Kleidergröße 74/80. Schuhe beziehungsweise Strümpfe trägst Du in Größe 19/20. Du bist einfach unglaublich groß und wenn ich Bilder aus Deiner ersten Lebenswoche sehe kann ich nicht glauben, dass Du mal so klein gewesen sein sollst. Fast 20 Zentimeter Unterschied in nur 20 Wochen! Jede Woche somit ein Zentimeter. Wahnsinn!
Liebstes Bärchen, Du bist mein Leben. Nie zuvor habe ich mich so glücklich, so angekommen gefühlt. Dinge die ich früher für wichtig hielt sich so nebensächlich. Ich suche im Moment nichts. Ich hab ja Dich! Unsere Familie ist das großartigste, was ich je erlebt habe.
Danke für jede Sekunde mit Dir. Danke für Dein Lachen und Deinen klammernden Griff um meinen Hals. Danke für den strahlenden Blick und die Freude, wenn ich Dich wecke. Danke fürs Nase an meiner Wange reiben, wenn‘s juckt und danke fürs ablecken, wenn Du versuchst meine Küsse zu imitieren. Danke für so viel Glück!
Ich liebe Dich!
Liebste Sabberschnüüüt,
Du bist heute auf den Tag genau 4 Monate alt. 17 Wochen und 3 Tage.
Und wie Du siehst habe ich schon wieder einen neuen Spitznamen für Dich, wobei der Meistgenutzte definitiv immer noch Bärchen ist. Wenn Papa und ich uns unterhalten, sagen wir oft „Das Bärchen hat dies, das Bärchen hat das“. Oder wir nennen Dein Spielzeug „Bärchendinge“ oder „Bärchenzeugs“. Du bist eben unser liebstes Bärchen, was will man da machen.
Du hast in den letzten vier Wochen einen Wahnsinns Sprung hingelegt. Du kugelst Dich nach links, wie nach rechts, greifst nach Deinem Spielzeug, ziehst es zu Dir und befingerst und besabberst es ausgiebigst.
Du bist mindestens 2 Stunden am Stück wach (Ausnahmen bestätigen die Regel) und spielst diese 2 Stunden auch durch. Dass Du eine kleine Auszeit, einen 20 Minuten Nap zum Beispiel, brauchst, kündigst Du durch leises Jammern an. Dann lege ich Dich tagsüber in Deinen Laufstall, gebe Dir den Nuckel und ein Schnuffeltuch uns schaue Dir zu, wir Du Deine Augen erst verdrehst bevor sie Dir dann vor Erschöpfung zufallen.
Kurz bevor Du etwas Neues lernst, zum Beispiel das Spielzeug in Bauchlage bespielen, hast Du vor dem Tagschlaf sehr sehr fiese Schreikrämpfe, die Dir und mir verdammt viel Kraft und Nerven abverlangen. Meist sind das ein, zwei Tage und dann bist Du wieder mein alter Sonnenschein. Wir stehen das durch.
Du hast unglaublich lange Haare bekommen, nachdem Dir das komplette Deckhaar ausgefallen war. Sieben Zentimeter lange Strähnen schmücken Deinen Kopf und nur im Nacken hast Du noch dieses dunkelbraune Fell, das Du bei Deiner Geburt schon hattest. Der Rest ist rotblond. Gott, ich liebe Deine Rotblonden Flusen!
Deine Augen sind so dermaßen strahlend blau, dass niemand mehr davon ausgeht, dass sie grün, grau oder gar braun werden könnten. Nicht mal der Kinderarzt. Die Augen, die hast Du definitiv von Papa.
Du bist ein guter Esser, doch in letzter Zeit trinkst Du kaum eine Mahlzeit aus. Frühstück magst Du am Wenigsten, aber ich denke, dass hast Du von Deinen Eltern. Obwohl am Morgen die letzte Mahlzeit mindestens sieben Stunden zurück liegt, trinkst Du doch nie mehr als 180ml. Das ist wenig. Abends trinkst Du gierige 235ml. Aber Du wirst Dir schon nehmen, was Du brauchst. Immerhin bist Du bereits 70 cm groß und wiegst aktuell 8110g. Du bist somit offiziell so groß wie ein sieben Monate altes Baby und trägst Kleidergröße 68/74.
Erst gestern standen Papa und ich vor dem Wäscheständer, auf dem ich Deine Sachen zum Trocknen aufgehangen hatte, als Papa feststellte: „Verdammt. Ist der schon so groß? So lange ist er doch noch gar nicht auf dieser Welt!“ Dein rasantes Wachstum, körperlich wie geistig, lässt uns immer wieder völlig überwältigt innehalten. Unser großer Junge!
Wenn Papa nach Hause kommt und sich zur Begrüßung über Dich beugt lachst Du so voller Freude, dass die kleinen Händchen und Füße ganz hektisch hin und her fliegen. Überhaupt ist Papa Dein Held. Du himmelst ihn regelrecht an, beobachtest ihn und ahmst seine Mimik oft schon nach. Manchmal siehst Du wie ein geschrumpfter Papa aus.
Wenn Du müde bist oder weinen musst, dann hältst Du Dich mit all Deiner Kraft an mir fest, drückst Dein kleines Gesicht in meine Schulter und Schluchzt herzergreifend. Außerdem jammerst Du, wenn ich außer Sichtweite bin. Wenn ich Dir nachts den Nuckel wieder in den Mund stecke, dann umklammerst Du meine Hand wie ein kleiner Affe. Oft liege ich dann so lange halb in Deiner Wiege, bis Du und mein Arm eingeschlafen sind. Aber ich tue das gerne!
Vor ein paar Tagen hast Du Deine Füße und Zehen entdeckt. Seither besteht Dein halber Tag daraus, Dich zwischen „auf den Bauch rollen“ und „nach den Füßen greifen und daran reißen“ zu entscheiden. Noch haben Deine Zehen den Weg in den Mund nicht gefunden. Aber so gierig, wie Du den Mund aufsperrst, wenn Du einen Fuß zu packen bekommen hast, kann das nicht mehr lange dauern.
Du weinst nicht mehr, wenn Du in den Maxi Cosi gesetzt wirst, sondern beginnst sofort zu spielen. Auch schläfst Du nicht mehr zwangsläufig im Auto ein. Allerdings schläfst Du weiterhin in Sekundenschnelle ein, wenn Du müde ins Auto gesetzt wirst.
Deine liebsten Spielsachen sind die Ringelmiez (die schon ziemlich durch gelutscht ist) und der HABA-Greifling, von Frau Schussel. Wir gehen nirgends mehr ohne hin und auch auf nahezu jedem Foto sind beide Spielgefährten zu sehen. Du hast Dir das ganz selber ausgesucht und auch wenn anderes Spielzeug dann und wann befummelt wird … nur mit der Ringelmiez und dem Greifling beschäftigst Du Dich wirklich ausgiebig.
Dein Spieltrapez kann Dich nur kurzfristig unterhalten. Neuerdings wirfst Du es gerne, wobei ich denke, dass das ohne Wertung geschieht. Du bist eben ein Suberbeebie mit Suberkräften.
Zuhause liegst Du derzeit meist auf Deinem Puzzleteppich. Ich halte die Matte für die beste Anschaffung seit langem (sie hat ein Öko-Siegel und riecht nicht. Nur neben.). Sie hält wunderbar die Kälte der Fliesen ab und gibt Dir zeitgleich genug halt und Rutschfestigkeit, um das Drehen, Ziehen und Kugeln zu perfektionieren. Im Laufstall liegst Du nur noch, wenn Du ein Nickerchen machst oder Mama mal in den Keller oder die Küche muss.
Dein Laute- und Geräuscheportfolio wächst stetig. Aktuelles Liebelingsgeräusch ist dieses krächzende Quietschen, gefolgt von einem ausdauernden Gagagagagaga!
Du hast die Katzen entdeckt und beobachtest sie genau, wenn sie um dich herum schleichen oder laut rum maunzen. Sie tun mir jetzt schon ein bisschen leid, immerhin wirst Du nicht ewig nur auf dem Rücken/Bauch liegen und ich vermute fast, dass eine Deiner ersten krabbelnden Amtshandlungen sein wird, einer Katze nachzujagen.
Du bist heute also genau 4 Monate alt. Wow. Schon? Erst?
Ich liebe Dich von ganzem Herzen, meine kleine Sabberschnüüüt, mein Bärchen!
Deine Mama
Kleiner Mann, Du bist heute schon sage und schreibe 12 Wochen alt. 3 Monate.
Und Du wächst so unglaublich schnell. Die 62 wird Dir langsam aber sicher zu eng und die meisten Teile in 68 passen schon sehr gut. Aber nicht nur körperlich wächst Du Tag für Tag. Auch geistig.
Du hast das Nachahmen für Dich entdeckt und machst mit Vorliebe solche Brummgeräusche mit Deinem Mund, so wie Papa es Dir vorgemacht hat. Ganz besonders viel Spaß macht Dir das mit viel Spucke! Dann quietscht Du vor Freude so laut, dass Mama jedenfalls laut lachen muss.
Du hast ein Schlafverhalten wie aus dem Bilderbuch. Dafür danken wir dem lieben Gott jeden Tag. Mittags schläfst Du zwischen 2 ½ und 3 ½ Stunden. In der Nacht sogar 12 Stunden, wobei Du nach den ersten 5 noch mal eine Flasche bekommst, die Du aber im Halbschlaf trinkst.
Auch isst Du inzwischen deutlich besser, als noch vor einem Monat. Meist trinkst Du von den 5 200ml Flaschen täglich, zwei bis drei komplett aus.
Du hast Deine Schnuffelpuppen „Fräulein“ (rot, riecht nach Mama)und „Männlein“ (blau, riecht nach Papa) so fest ins Herz geschlossen, dass Du so lange weinst, bis ich sie Dir mit in die Wiege bzw. mittags mit ins Gitterbettchen lege. Ohne schläfst Du überhaupt nicht mehr!
Dafür haben wir den SwaddleMe erfolgreich abgelegt. Du schläfst nun nur in einem Schlafsack und das funktioniert ganz wunderbar. Du beschäftigst Dich so nun sogar morgens noch ein wenig alleine in Deiner Wiege, weil Du ja mit Deinen Händchen spielen kannst.
Du magst McDonalds nicht, denn immer wenn sich Mama mit Ihrer Freundin Nadine dort zum wöchentlichen Kaffee-Schnack trifft, fängst binnen weniger Minuten an zu schreien. Die Bedienung im McCafé mutmaßte schon, dass Du lieber zu Burger King möchtest, aber ich denke eher, es wird an der Beleuchtung oder der Belüftung liegen. Wir testen das aber weiterhin aus. Wenn Du Dich gar nicht beruhigen magst packen wir Dich in den Bondolino und nehmen eben einen Kaffee to go.
Apropos Bonodlino. Das war die beste Anschaffung die Mama im Vorfeld getätigt hat. Nach wie vor beruhigst Du Dich in der Bauchtragen binnen Sekunden und schläfst sicher an Mama gekuschelt auch schnell ein. Jedoch brauchen wir die Trage zu Hause nicht mehr. Tagsüber liegst Du fröhlich glucksend in Deinem Laufstall, beobachtest das Spieluhr-Mobile, für das Mama extra noch zwei weitere Spieluhren besorgt hat, damit Du etwas Abwechslung hast. Am liebsten magst Du „Guter Mond, Du gehst so stille“. Oder Du spielst mit Deinem Spieltrapez, dem Knisterbuch oder der Klumpfußpuppe. Wenn Du genug hast fängst Du sehr aufdringlich an zu meckern, bekommst dann einen Nuckel und ein Spucktuch und schlummerst für 20 Minütchen genüsslich im Laufstall ein.
Dabei ziehst Du Dir immer, aber wirklich immer, das Spucktuch über das Gesicht, bis es dunkel wird. Manchmal liegt das Tuch dann wirklich über Deinem ganzen Gesicht und jedes Mal wenn ich es dann von Deiner Nase entfernen will, wirst Du wieder wach und fängst fürchterlich an zu schimpfen. Daher warte ich nun immer etwas ab, bevor ich das Tuch dann ein bisschen hoch schiebe, so dass die Augen verdeckt bleiben, die Nase aber frei ist. Nachts würde ich Dich auf Grund dieser Vorliebe niemals mit einem Spucktuch schlafen lassen!
Große Menschenmengen, z.B. auf Familienfeiern, erlebst Du am liebsten auf Mamas Schoß sitzend, weil Du so den besten Überblick hast. Wenn es Dir zu bunt wird wanderst Du in den Bondolino und schläfst dort den Schlaf der Gerechten.
Auch beim Einkaufen sitzt Du immer im Bondolino, weil Du von dort aus die Regale und Auslagen wunderbar beobachten kannst und einfach einschlafen kannst, wenn Du genug Eindrücke gesammelt hast.
Du liebst es zu Schaukeln und wenn das Wetter es zulässt gehen wir täglich im Garten schaukeln. Dabei sitzt Du auf Mamas Schoß und beobachtest die Wolken oder die Blätter der Bäume. Ab und an schläfst Du dabei sogar ein, aber weinen tust Du nie!
Überhaupt weinst und schreist Du weitaus weniger, aber leider weiterhin sehr schrill und hysterisch. So schrill, dass es Mama und Papa wirklich in den Ohren weh tut und wir nach einer Weile alle drei ganz verzweifelt sind. Dann hilft Dir meist ein Kümmelzäpfchen. Ich hoffe so sehr, dass wir diese Koliken bald überstanden haben. 3 Monate sollen ja diese magische Grenze sein!
Du badest weiterhin für Dein Leben gerne und als es so heiß war, haben wir sogar draußen auf dem Balkon gebadet. Du hast gequiekt und gestrampelt, dass ich vor Freude hätte heulen können.
Du bist rein äußerlich ein Abziehbild Deines Papas, was mich immer wieder staunen lässt. Selbst seine Mimik ahmst Du schon perfekt nach. Charakterlich bist Du eine gute Mischung aus Mama und Papa. Du ziehst gerne Grimassen und Lachst viel. Du hast den unermüdlichen Willen etwas zu erreichen oder zu schaffen und wenn Du es nicht schnell genug hinbekommst, dann kannst Du ganz schön böse werden.
Liebe Bärchen, Du wirst so schnell so groß und ich freue mich über jede kleine Kleinigkeit, die Du neu erlernst und plötzlich und völlig unterwartet präsentierst. Du bist ein kleines Abenteuer und ein kleiner Abenteurer.
Ich liebe Dich so sehr!
Deine Mama
Es ist komisch. Kaum war der Mutterschutz offiziell beendet, habe ich mich wieder Hals über Kopf in die Arbeit gestürzt. Wie ein Schalter, der einfach umgeschlagen ist und mich in nur wenigen Tagen zu einer arbeitssüchtigen Furie hat mutieren lassen.
Ich sprach es schon mal in einem anderen Beitrag an. Das Schicksal hat mir einen Auftraggeber zugespielt, der meine Dienste dringend braucht, meine Kreativität und mein Können fordert und der mir vor allem genug Freiraum lässt, um den Quietschbeu nach seinen Bedürfnissen zu Behuddeln und Betuddeln.
Die Arbeit, die ich derzeit leiste, ist unbezahlt. Das habe ich so gewollt. 1) weil selbst bei einem 400 Euro Job jeder Cent vom Elterngeld wieder abgezogen wird und 2) weil ich einfach nur froh bin, dass ich arbeiten darf. Natürlich ist es ein wenig einfältig nur aus Spaß zu arbeiten. Aber Punkt 1) spricht für sich und mein Bauch sagt mir, dass ich ihm kommenden Jahr von dieser Entscheidung profitieren werde.
Die ersten drei Tage plagte ich mich allerdings mit schlimmen Schuldgefühlen gegenüber meinem kleinen Quietschbeu. Jede Minute, die ich in meine neuen Aufgaben investiere geht von seiner Zeit ab. Kein Rumtragen, kein Trösten, kein … Moment mal. Kein Rumtragen? Kein Trösten? Natürlich würde ich mein Baby sofort rumtragen und trösten, wenn er dies einfordern würde. Sofort! Aber seit ich wieder ein paar Stunden am Tag arbeite (wohlgemerkt ja eh von zuhause aus) liegt der Quietschbeu plötzlich fröhlich brabbelnd in seinem Laufstall, trainiert Bauch-, Nacken-, Rücken- und Beinmuskulatur, quietscht vergnügt, steckt sich mit Freude Spuck- und Schmusetücher in den Mund, lutscht an all seinen Stofftieren und schubst alles Holzspielzeug so weit wie möglich von sich weg.
Er weint nur noch, wenn er Hunger hat und ich das nicht früh genug bemerke (wobei er mir wirklich wenig Vorlaufzeit gibt. Hunger ist immer ein JETZT SOFORT!) oder er müde ist (das selbstständige Einschlafen am Tag ist und bleibt ein Problem. Im Regelfall muss ich ihn jedoch nur im Laufstall auf den Bauch legen und ihm einen Nuckel geben. Eine Minute bis Tiefschlaf!). Wir haben unsere Kuschelzeiten, wenn er gegessen hat. Da lasse ich uns auch grundsätzlich soviel Zeit, bis der Quietschbeu ausgekuschelt hat (was er mich deutlich durch Meckern und Zappeln spüren lässt).
Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass die Koliken beinahe gänzlich verschwunden sind. Seit drei Wochen bekommt er kein Lefax mehr und wenn es hoch kommt alle drei Tage mal ein Kümmelzäpfchen.
Wir haben einen richtigen echten Alltag und der gefällt mir sehr gut. Ich fühle mich wohl damit und das ist etwas, was ich vor einem Jahr auch noch nicht geglaubt hätte.
Nur als kleine Erklärung, warum ich im Moment ein bisschen stiller bin. Uns geht es gut und wenn ich mich in meine neuen Aufgaben erst mal richtig reingefuchst habe, dann hab ich auch wieder mehr Zeit Kopf zum Bloggen, Lesen, Kommentieren und Twittern.
Der Quietschbeu ist 8 Wochen alt.
Liebes Bärchen,
Inzwischen kann ich mich kaum noch daran erinnern, wie es ohne Dich war. Du domminierst zwar derzeit unseren Alltag, aber dennoch haben wir als Eltern das Gefühl, dass es genauso richtig ist.
Inzwischen haben sich Deine Wachphasen stark ausgedehnt. Meist bist Du 1 ½ Stunden am Stück wach, in denen Du brabbelst, strampelst, Deine kleine Fäustchen immer wieder ableckst und versuchst in den Mund zu stecken. Das sieht dann ein Wenig so aus, als würdest Du ein imaginäres Eis lecken. So niedlich!
Du weinst eigentlich nur noch sehr laut und theatralisch, wenn Du müde bist oder Bauchschmerzen hast. Dein größtes Problem ist wohl, dass Du es nicht schaffst am Tag alleine in den Schlaf zu finden. Ist es schon schwer Dich im Liegen zum Schlafen zu bewegen, so kannst Du gar nicht einschlafen, wenn es hell ist. Da kommst Du stark nach Deiner Mama, die auch immer Angst hatte, sie könne was verpassen, wenn sie die Party zu früh verlässt oder eben im Hellen einschläft.
Nach wie vorschläfst Du binnen Minuten tief und fest, wenn ich Dich im Bondolino herum trage. Bekommst Du dazu noch Deinen Nuckel geht das auch schon mal in Sekunden. So lässt Du Dich gut und gerne bis zu drei Stunden herumtragen, ohne einen Mucks von Dir zu geben.
Seit 2 Wochen haben wir ein festes Abendritual, welches Du innerhalb von 5 Tagen angenommen hattest und Mama und Papa seither sehr entspannte Abende schenkst.
Um 19 Uhr gehen wir in Dein Zimmer, machen das Rollo runter, knipsen die Leuchtblume neben Deiner Wickelkommode an und den iPod mit der Babyschlafmusik ein. Dann ziehen wir Dich aus, wickeln noch einmal und ab geht es in den Schlafanzug. Bei sehr warmem Wetter kann das auch mal nur ein Body sein. Anschließen wirst Du in Deinen SwaddleMe gewickelt. Inzwischen mussten wir uns den für 6 Monate alte Baby zulegen, weil Du so unglaublich gewachsen bist.
Dann gibt es Deine Gute-Nacht-Flasche. Meist trinkst Du so 170ml, schmatzt dann zufrieden, machst ein Bäuerchen und lässt Dich anschließend ohne Gemurre oder Gemecker wach in Deine Wiege legen.
Ich gebe Dir Deinen Schnuller, lege Dein Schnuffeltuch neben Dich und dann beten wir gemeinsam. Wir danken dem lieben Gott für den schönen Tag und dass es uns allen gut geht. Außerdem bitten wir ihn, dass der neue Tag auch wieder so schön wird und wir alle gesund bleiben. Ich bleibe noch 5 Minuten bei Dir sitzen, streichle Deine Wangen und gehe dann raus. In der letzten Woche hast Du danach nicht einmal geweint. Höchstens kurz gemeckert, weil Dir der Nuckel verloren gegangen ist.
Wenn Mama und Papa ins Bett gehen bekommst Du noch einen Mitternacht-Imbiss, nach dem Du unbeeindruckt weiterschläfst und erst gegen 5 Uhr wieder Hunger bekommst. Heute Nacht hast Du sogar das erste Mal von 0 Uhr bis 7 Uhr durchgeschlafen!!!
Du trägst derzeit Kleidergröße 62, die Dir allerdings schon langsam knapp wird. Deine 56 Bodys passen noch gerade so, bei Hosen ist es allerdings meist schon 68. Kurze Ärmchen, lange Beine. Und Du hast enorm große Füße von 8,5 cm. Jetzt schon!
Seit 2 Wochen trinkst Du die Anfangsmilch 1, weil Du von der PRE-Nahrung, egal welchen Herstellers, spucken musstest und unmittelbar nach dem Trinken immer so schrecklich hast weinen müssen. Die Kinderärztin meint, Dir sei die PRE-Milch einfach zu flüssig und Dein Magenpförtner zu schwach. Ein Reflux-Baby bist Du aber zum Glück nicht. Seit wir umgestellt haben musst Du aber weder Spucken noch weinst Du nach dem trinken. Somit war die Entscheidung der Umstellung völlig richtig.
Du flirtest für Dein Leben gerne mit blonden Frauen und Deckenlampen. Egal wo wie in einen Raum kommen, immer geht Dein Blick zuerst zur Decke. Du kannst sogar ein und dieselbe Deckenlampe immer wieder bis zu zehn Minuten fasziniert anstarren, ohne Dich zu langweilen.
Du schlägst inzwischen treffsicher nach den Figuren an Deinem Spieltrapez, nach Deiner MaxiCosi-Spielkette und nach Mamas Nase. Leider übst Du dabei schon beeindruckend viel Kraft aus. Also leider für mich und meine Nase.
Du fährst nach wie vor gerne Auto und in Deinem Kinderwagen spazieren. Außerdem machst Du riesige Kackhaufen, die riechen, wie ein Kackhaufen riechen muss.
Liebes Bärchen, Du überraschst uns jeden Tag aufs Neue mit Deinen wunderbar lustigen Grimassen und Deiner Mimik. Wir freuen uns, dass Du so schnell viele neue Dinge lernst und ein so fröhliches Baby bist.
Bärchen, ich liebe Dich einfach abgöttisch!
Deine Mama
Nachdem wir heute drei Mal aufbrachen, um Besorgungen zu erledigen – davon ganze zwei Mal spontan – möchte ich mich doch so weit aus dem Fenster lehnen, um zu behaupten, so einen gewissen Alltag bzw. Rhythmus mit Baby gefunden zu haben.
Jedenfalls habe ich keine Angst mehr davor mit meinem Kind das Haus zu verlassen. Ich werde auch nicht mehr hektisch oder nervös, wenn der Quietschbeu z.B. den dm zusammen brüllt (ich glaube da gefällt ihm einfach die Luft nicht. Jedesmal gibt’s da Terror!), weil … Babys schreien halt!
Auch habe ich mich in mancher Hinsicht dem Label „praktisch“ gegenüber „schick“ oder „modern“ hingegeben. So trägt der Quietschbeu jetzt öfters schicke H&M Jogginghosen, weil sie einfach bequemer sind, als Mini-Jeans. Und weil der Quietschbeu nach wie vor keine Mützen mag, trägt er nun halt Sweatshirt-Jacken mit Kapuze (sieht in der Kombination mit einer Jogginghose ein bisschen … na ja … gefährlich aus. *g*).
Entgegen der Standard-Anweisung bereite ich stets vier Fläschchen vor und lagere diese im Kühlschrank, weil mir der Hersteller der PRE-Nahrung glaubhaft versichern konnte, dass das problemlos machbar ist und sich bei entsprechender Hygiene und Lagerung keine Keime oder Bakterien bilden, sofern man die vorbereiteten Fläschchen nicht länger als 12 Stunden lagert. Das hat den Vorteil, dass ich den Quietschbeu füttern kann, bevor er in blinden Milchrausch verfällt und um sein Leben schreit. Kühlschranktür auf, Fläschchen in den Wärmer, 5 Minuten das Baby krabbeln und fertig.
Ich habe erkannt, dass das mein Baby ist und ich ganz allein (bzw. in Zusammenarbeit mit dem Miezmann) entscheiden kann, was gut und was schlecht für ihn ist. Wenn ich also nicht will, dass der achtjährige, hyperaktive Neffe des Miezmannes mein Baby auf den Arm nimmt, dann sage ich das einfach. Gibt zwar im ersten Moment blöde Blicke, ist aber dann auch geklärt.
Ich habe aus einem Automatismus heraus das Wort Schlafi benutzt. Ich wollte niemals nie da Wort Schlafi benutzen. Inzwischen haben sich „Da hast Du aber einen großen Stinki gemacht. Toll!“ und „Ärgert dich der garstige Pupszwerg?“ dazu gesellt. Voll gruselig.
Der Quietschbeu ist 4 Wochen und einen Tag alt.
Liebes Bärchen,
(Ja, ich gestehe, das ist mein bevorzugter Kosename für Dich. Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht. Es war einfach plötzlich so und selbst Papa sagt inzwischen oft Bärchen zu Dir.)
Du bist in nur vier Wochen vier Zentimeter gewachsen und hast nach anfänglicher Abnahme doch schon ein Kilo auf Dein Geburtsgewicht drauf gelegt. Du bist nicht dick oder mopsig, was zunächst die Hebamme und später auch die Kinderärztin überraschte. Irgendwie scheint jeder zu denken, ein Baby mit Deinem Gewicht müsste dick sein, doch das einzige mopsige an Dir sind Deine Wangen, die ich so gerne stupse und streichle.
Die drei Strampler in Größe 50, die ich vorsorglich noch besorgt hatte, hattest Du alle genau ein Mal an. Schade drum, aber auch nicht dramatisch. So trägst Du eigentlich von Anfang an 56/62, aber es zeichnet sich bereits deutlich ab, dass Dir 56 in naher Zukunft auch zu klein sein wird. Deine riesigen Füße sprengen jetzt schon beinahe jede Strampelhose.
Du trinkst nach wie vor 100ml pro Mahlzeit. Zu den „Hauptmahlzeiten“ biete ich Dir immer 120ml an, die Du mal trinkst, mal aber auch nach genau 100ml stehen lässt. Du trinkst in einem Rhythmus von 2 bis 4 Stunden. An manchen Tagen, oft an den heißen, verlangst Du auch stündlich nach Milch, trinkst dann aber nur 60 bis 80ml.
Du schreist bei weitem weniger, als noch in den ersten zwei Wochen. Du bist nach wie vor sehr laut, wenn Du ein Bedürfnis einforderst, aber schrill und hysterisch wirst Du nur noch, wenn es mal länger dauert (wie bei einem Einkauf oder wenn das Fläschchen zu heiß ist und erst abgekühlt werden muss). Grob über den Daumen gepeilt würde ich sagen, dass Du etwa eine Stunde am Tag schreist und diese nicht mal am Stück! Du lässt Dich binnen Minuten, manchmal nur Sekunden, beruhigen und liegst inzwischen auch einfach mal längere Zeit fröhlich brabbelnd in Deinem Laufstall. Ich schäme mich manchmal für meine anfängliches Gejammer, denn Du bist so wahnsinnig pflegeleicht und brauchst genau 2 Dinge: Nahrung und Liebe. Und Beides bekommst Du ohne Einschränkung, wenn Du sie einforderst. Ich denke, dass ist ein gutes Maß
Besonders gerne beobachtest Du Dein Mobile und alle Dinge, die rot sind. Welch Zufall, dass die „Kontrastfarbe“ unseres Wohnzimmers rot ist. Rote Blumentöpfe, rote Kissen, rote Setchen oder rote Obstglocke. Auch liebst Du das Bild von der Westminster Bridge mit dem roten Bus über alles und kannst es bis zu einer halben Stunde zufrieden betrachten.
Du schläfst tagsüber wenig und meistens im Bondolino. Bis zu sechs Stunden, natürlich nicht am Stück, sitzen zu manchmal darin, kuschelst Dich an mich und lauscht meinem Herzschlag. Irgendwann hab ich Dir sicher vor Entzücken eine kahle Stelle auf den Kopf geküsst *g*
Im Moment hast Du noch keinen eigenen zu-Bett-geh-Rhythmus. Du schläfst gegen 20 Uhr auf Mamas oder Papas Brust ein, gehst dann später mit uns ins Bett und schläfst dort dann meist zwischen uns bis 3 bzw. 4 Uhr. Nach dem Füttern schläfst Du dann erneut bis 7 bzw. 8 Uhr. Du kündigst Deinen Hunger nachts mit leisem Meckern an und lässt mir ausreichend Zeit, um Deine Fläschchen zuzubereiten. Tagsüber bist Du deutlich ungeduldiger. Somit hält sich mein Schlafdefizit deutlich in Grenzen und dafür danke ich Dir sehr.
Die Wiege steht nach wie vor neben meinem Bett, aber im Moment lässt Du Dich noch nicht richtig darauf ein, auch dort drin zu schlafen. Wir lassen Dir daher erst mal Deinen Willen. In ein paar Wochen versuchen wir es dann einfach nochmal.
Ich bin jeden Morgen aufs Neue erstaunt, wie viel Du in der Nacht und im Schlaf zu lernen scheinst. Eigentlich überraschst Du mich jeden Tag mit einer neuen Fähigkeit, einem besonderen Gesichtsausdruck, einer Reaktion oder einem Geräusch. Es ist faszinierend wie agil Du schon bist. So hast Du Dich schon mehrfach in Deinem Laufstall um die eigene Achse gedreht und wir bekommen ständig von Freunden, Bekannten und Fremden gesagt, dass Du schon so groß (körperlich wie geistig) bist.
Liebes Bärchen, Du bist nun bereits einen Monat alt. Die Zeit mit Dir ist wie ein Augenaufschlag vergangen und scheint doch schon ewig anzudauern. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne Dich wäre. Um nicht in der Welt würde ich Dich mehr hergeben und ich wäre jederzeit bereit, mein Leben für Deines zugeben!
Ich liebe Dich von ganzem Herzen, Kopf und Bauch! Du bist ein Wunder!
Mama











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