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He we are again, wie man so schön sagt. Das erste Bauchbild im „geht wieder los“-Zustand. Also ganz frisch. Wie Sie sehen, hat meine feine Bauchhülle unter dem riesigen Quietschbeu doch gelitten. 4330 Gramm bei der Geburt, erwähnte ich das schon? Das Schlimmste aber war, dass ich doch tatsächlich in der 42.SSW Schwangerschaftsstreifen bekam. Davor war meine Kugel mustergültig glatt und streifenfrei. Ich bevorzuge in dieser Schwangerschaft also die schwarz-weiß Fotografie (Später eventuell mit engem Shirt. Es soll ja ästhetisch bleiben).
(Die dicke Linie auf meinem Bauch ist kein Schwangerschaftsstreifen, keine Laufmasche einer Strupfhose und keine OP-Narbe. Es ist ein schlichter dezenter Copyright-Hinweis. Mehr nicht.)
Das Foto zeigt meinen Bauch im Ist-Zustand 5 Monate, 2 Wochen und 4 Tage nach Quietschbeu-Geburt. Etwa zur gleichen Zeit in der ersten Schwangerschaft sah das so aus.
In diese Schwangerschaft starte ich mit einem Gewicht von +6 Kilo zum Vor-Quietschbeu-Gewicht (immerhin hatte ich seit seiner Geburt auch schon wieder 24 Kilo abgenommen!). Der Plan ist es diesmal nicht wieder in zügelloses Gefresse zu verfallen. Die Voraussetzungen sind gut, bin ich doch diesmal nicht berufstätig und kann mich so nicht jeden Tag durch Berge von mitgebrachtem Kuchen, türkischen Spezialitäten, Burgern und Hastenichtgesehen futtern.
Nächstes Foto dann in rund 6 Wochen …
30! Yeaaah!
Nein, ich bin nicht 30 geworden oder freue mich darüber, dass jemand anders 30 geworden ist oder wird. Ich selber werde 30 werden. Aber auch noch nicht dieses Jahr.
30. Das steht ganz einfach dafür, dass ich wieder in meine eigenen Jeanshosen passe. Zwar noch nicht in die kleinste Größe und noch sitzen sie auch watt spack (wie der Kölner sagt), aber immerhin meine!
Ich habe es also wirklich geschafft mir keine einzige Hose für „die Übergangszeit“ zu kaufen, sondern habe so lange Miezmannjeans getragen, bis mir meine eigenen wieder passten (dass mir die Miezmannjeans irgendwann arg am Po und den Beinen schlabbert und nur noch mit Gürtel hielten lass ich mal aus).
Ich habe also nun schon mal meine ganzen 29er Modelle wieder raus gekramt und zum Waschen bereit gelegt. Bald, sehr bald … 30! Yeaaah!
Morgen wird der Quietschbeu sieben Wochen alt. Netto, versteht sich. Und vier Wochen ist es her, dass ich hier von meiner Gewichtsabnahme berichtete. 10 Kilo direkt nach der Geburt und 3,5 Kilo in den ersten drei Wochen. Ich scherzte noch, dass ich, wenn ich jede Woche ein Kilo abnehmen würde, nach insgesamt fünf Monaten mein Ausgangsgewicht wieder haben müsste.
Man mag es kaum glauben, aber es sind bisher tatsächlich sieben Kilo in sieben Wochen. Dä! Und das, obwohl ich noch nicht wieder zum Joggen gekommen bin, was in erster Linie an einer nicht gut verheilenden Dammnaht und einem mehr als ausgeleierten Beckenboden lag. Der Rückbildungskurs beginnt im August, aber bis dahin werde ich mit dem Laufen sicher nicht mehr warten. Es kribbelt doch arg in den Füßen.
Klamottentechnisch habe ich einen Art Kompromiss gefunden und beim Klamottenschweden einen Schwung Tunika-Strand-Kleider geordert, die man wahlweise zu einer ¾ Leggins, Jeans oder zu nackigen Beinen tragen kann. Auch trage ich bis auf ein Exemplar keine Schwangerschaftsjeans mehr. Nein, ich bin meinem Vorhaben (… für den Arsch kauf ich mir definitiv keine neue Hose! Das wäre ja wie eine Einladung zum Bleiben.) nicht untreu geworden, sondern habe mehr per Zufall herausgefunden, dass mir seit 2 Wochen die Hosen des Miezmannes hervorragend passen, ja, inzwischen sogar schon wieder einen Tick zu weit sind. Das kann jetzt für mich oder gegen den Miezmann sprechen
Jedenfalls sind wir aktuell bei -17,2 Kilo. Noch 12,8 Kilo to go …
Als es auf das Ende der Schwangerschaft zuging las ich mit steigendem Unverständnis, dass die meisten Frauen nach der Entbindung ihren Bauch vermissen. Wie kann man diese Monsterkugel, die einen an Bewegung und Ruhe hindert, vermissen?
Ich bin schwanger geworden, weil ich ein Kind wollte, keinen Bauch, wenn Sie verstehen. Ich mochte meinen Bauch, ich habe ihn sogar geliebt, denn immerhin enthielt er mein absolutes Wunschkind. Mein Miezbaby. Aber als das Miezbaby dann frisch gepresst war, war ich heilfroh, dass der Bauch endlich weg ist (Zumindest das steinharte, aufgeblasene Hautkostüm. Vom ausgeleiherten, weichen Hautkostüm ist ja noch etwas da.)
Ich schlafe seither mit großer Wonne auf dem Bauch, benutze meine Bauchmuskulatur (ja, sie war nie wirklich weg!) um aufzustehen, statt mich über die Seite aus dem Bett zu rollen. Ich genieße meine neue Bewegungsfreiheit. Ich genieße es ohne Hohlkreuz und Rückenschmerzen durch den Tag und die Nacht zu kommen. Ich bin nicht mehr kurzatmig! Toll!
Also, nach wie vor habe ich das Stadium, in dem man den Mörderbauch vermisst, nicht erreicht. Ich bin mir nicht mal sicher, ob jeder automatisch irgendwann dieses Stadium erlangt. Ich kann‘s mir jedenfalls für mich nicht vorstellen.
Was mich aber noch viel mehr freut, ist die Tatsache, dass die Kilos purzeln, wie nix. Drei Tag nach der Geburt hatte ich zehn Kilo runter. In den vergangenen drei Lebenswochen des Quietschbeus sind dann noch mal 3,5 Kilo verschwunden. Das ist doch ein sehr guter Schnitt. So ungefähr ein Kilo pro Woche fände ich sehr fair. Immerhin habe ich mir genug Reserven während der Schwangerschaft zugelegt. Rein rechnerisch bräuchte ich somit noch 16 Wochen, um auf mein Vorschwangerschaftsgewicht zu gelangen. Und ich habe noch nicht wieder mit dem Sportmachen begonnen.
In der nächsten Schwangerschaft (Oh Gott, seit drei Wochen entbunden und schon von Folgeschwangerschaften schreiben …) werde ich mir Fressattacken definitiv verkneifen oder/und das Zuckerzeug weglassen. Aber erst mal reduzieren wir uns jetzt wieder gen weiblich, sexy, knackig. Dann sehn wir weiter …
(Nur Klamottentechnisch bin ich aktuell alles andere als gut bestückt. Aber für den Arsch kauf ich mir definitiv keine neue Hose! Das wäre ja wie eine Einladung zum Bleiben.)
Ich bin ein klitzekleines bisschen gefrustet: schon wieder keine Wehen auf dem CTG! Dafür aber vorbildliche Herztöne und ein mopsfideles Miezbaby.
Heute wurde ich dann auch ein vermeintlich letztes Mal vor der Niederkunft von meiner Frauenärztin empfangen. Kommende Woche haben die Damen nämlich Urlaub und danach möchte ich dann bitte gerne entbunden haben. Was ich an meiner Ärztin so schätze, habe ich schon mal geschrieben, glaube ich: sie ist so entspannt, hat mich nie nervös gemacht, komische Andeutungen fallen lassen oder Nichtigkeiten dramatisiert. Wenn ich überlege was sich in manchen Schwangerschaftsforen für Dramen abspielten, weil eine Dame erfuhr, dass sie eine Vorderwandplazenta hatte … meine Herren. Ja, hab ich auch. Ist aber laut meiner Ärztin überhaupt gar kein Problem, sofern wir keine äußere Wendung machen wollen. Und wissen Sie, ich vertraue meine Ärztin. Wenn sie entspannt ist, bin ich es auch (und eine äußere Wendung wurde ja eh nicht nötig, weil das Miezbaby schon so früh kopfüber vorzog.). Das Geheimnis meiner Ärztin ist es, dass sie nicht orakelt oder theoretisch mögliche Szenarien ausformuliert.
Heute, ja heute hätte ich von meiner Ärztin aber bitte ein sehr konkretes: „Geht jede Minute los, alles offen und bereit, toi toi toi!“ gehört. Kam aber nicht. Stattdessen ein schon recht positives „Alles wunderschön weich, Gebärmuttermund 3 Zentimeter geöffnet, Gebärmutterhals auf 1cm verkürzt. Schön schön, aber wann es raus flutscht … keine Ahnung.“ Grumpf.
Das Miezbaby selber hat derzeit einen Kopfumfang von 33 cm (sehr sehr fair!), eine geschätzte Länge von 50 cm und ein Gewicht von 3300 Gramm. Ein Mopsbaby quasi. Und die Ärztin meint, dass der Kopf bis zur Geburt – ginge man vom errechneten ET aus – auf immer noch völlig okaye 36cm wachsen könnte. 38cm würden hingegen schon fies, da ginge es dann um Millimeter. Wie gesagt, ich mag ihre Offenheit. Alles in allem ist das Miezbaby ein Durchschnittsbaby, dessen Kopf im unteren Größenfeld für den errechneten Termin liegt, der Rest aber just in time wäre.
Ich bekam noch den Tipp mit auf den Weg, mich viel zu bewegen und ein genuscheltes „Se.x könnte auch nicht schaden“.
Also trinke ich weiterhin Kinderlein-kommet-Tee, sauge, wische, putze die Wohnung und laufe treppauf, treppab.
Aus der ET-Tipprunde sind ausgeschieden: frau kollegin und schlimpi.
DAS ist mal eine lange Überschrift. Aber bevor ich mir jetzt die Mühe mache und zwei Artikel dazu verfasse, packe ich lieber beides in einen. So viel gibt es auch nicht zu berichten.
Vorneweg aber die Info, dass Euer Daumendrücken geholfen hat: wir waren wirklich beim Geburtsvorbereitungskurs und haben erneut viel Lachen müssen (trotz Schniefnase und fehlendem Sauerstoff).
Es wurde mal wieder eins deutlich: irgendwie bin ich in dieser Schwangerschaft mit allem zu früh. Symphysenlockerung kann ab der 34.SSW auftreten, Probleme mit dem Ischias auch so in dem Dreh. Der Beckenboden wird weich und es kann passieren, dass man beim Lachen, Niesen, Husten U.rin verliert. So zum Ende der Schwangerschaft hin. Öhm, okay.
Die anderen Damen gucken dann alle so betreten, kichern oder machen „Och neeee!“ Ich bin ganz still und denk mir: sooo dramatisch ist das nun auch wieder nicht. Ja, das tut weh und ja, das ist unangenehm. Aber es ist nicht wirklich schlimm. Hallo, wir sind schwanger, nicht auf einer Kreuzfahrt …
Bei den Beckenbodenübungen beschlich mich zum ersten Mal das Gefühl, dass es doch verdammt albern ist, die anwesenden Männer in ihre Gebärmutter atmen zu lassen. Okay, das ist jetzt arg überspitzt, aber man merkte deutlich, dass es 90% der Männer unangenehm war, sich so zum Hampelmann zu machen. Meinem Mann eingeschlossen. Bei den Atemübungen lass ich mir das noch gefallen, immerhin geht es darum, dass der Mann auch versteht, wie die Frau am besten atmet und sie dementsprechend anleiten und unterstützen kann (Was ich wiederum für eher unwahrscheinlich halte. Wer will sich schon von einer Wehe in die nächste atmen und dabei von seinem Mann erklärt bekommen, wie mans besser machen kann?) Jedenfalls äußerte der Miezmann nach dem Kurs auch genau das. Es sei albern die Männer 100% einbinden zu wollen. Gut hingegen findet er nach wie vor die Entspannungsübungen bei denen wir immer drohen einzuschlafen.
Highlights waren gestern definitiv das weibliche Stofftierbecken (das mich irgendwie an Alien erinnerte), die Suche nach den eigenen Sitzhöckern („meine Arme sind zu kurz – oder mein Hintern zu dick“) und der Moment, in dem mein Mann mich „aus Versehen“ von meinem Petziball schubste und ich quer durch den Raum flog („Ich wollte Dich doch nur festhalten!“). Der A.rsch
Nächste Woche geht es dann in alter Frische weiter und ich bin gespannt, was ich dann noch über diverse Schwangerschaftsbeschwerden erfahre, die ich möglicherweise als solche bisher noch gar nicht erkannt habe.
Heute Morgen war ich dann bei der 8. Vorsorgeuntersuchung. Da wir jetzt zweiwöchige Termine haben, wurde heute nur das CTG geschrieben, Blutdruck und Gewicht gemessen und Blut abgenommen. Blutdruck und CTG sind wunderbar und beim Gewicht fiel ich fast rückwärts von der Waage. Ich habe abgenommen! Ist das zu glauben? Ich freu mich so so so sehr. Die Erklärung ist auch schnell gefunden: ich gehe nicht mehr arbeiten! Auf der Arbeit habe ich ständig irgendwas gegessen. Bei so vielen Kollegen hatte einer immer einen Kuchen gebacken oder irgend eine süße Sauerei dabei. Ich trank Tee mit fetter meist gezuckerter Milch, hatte ständig Kekse oder Gummitiere auf dem Tisch stehen … und ich habe mich kaum bewegt.
Seit ich zu Hause bin habe ich jeden Tag Hauselfenbewegung! Staubsaugen ist wie Hochleitungssport und wir haben 120 m² zu saugen, wischen, putzen. Ich renne mehrmals täglich in den Keller, schleppe Wäschekörbe, falte und bügle im Stehen. Außerdem versuche ich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde an der frischen Luft unterwegs zu sein. Ich frühstücke gesund, esse mittags Obst und habe abends was Richtiges gekocht, weil ich ja die Zeit dazu hatte. Ich hab ein wenig Sport (Schwimmen, Gymnastik) gemacht und trage diese fiesen Kompressionsstrümpfe gegen Wassereinlagerungen (ich behaupte, sie helfen!). Da ich definitiv KEINE Diät mache/gemacht habe, ist die Gewichtsabnahme für meine Ärztin auch unbedenklich, sagt sie. Ich fühl mich rundum wohl und das Kilo, dass ich nun in zwei Wochen verloren habe, bringt mich wieder unter die 20 Kilomarke, die ich beim letzten Arztbesuch ja geknackt hatte. *gnahahahaha*
Ultraschall gibt es dann erst beim nächsten Termin in zwei Wochen wieder. Aber dem kleinen Mann geht es gut. Das spüre ich ganz deutlich.
Oh, huch. So sieht das also aus, wenn es nicht so viel zu berichten gibt. Ach, sei es drum
Eine weitere Woche, die sich dem Ende neigt. Ein neues Bauchfoto.
Heute Morgen habe ich mich mal wieder auf die Waage getraut … und war geschockt. Mir war klar, dass ich zunehmen werde. Auch, dass es mal mehr und mal weniger sein würde. Aber ich befinde mich gerade am Ende der 17.SSW und verbuche 8 Kilo mehr. Das ist doch ein schlechter Witz? Ich esse nicht mehr oder ungesünder, als zuvor. Lediglich das Joggen habe ich eingestellt.
8 Kilo? Wo? Warum sehe ich die nicht? Der Bauch ist hart und wabbelt nicht. Und außer am Bauch werden die Hosen auch nicht enger. Ich finde auch nicht, dass ich im Gesicht runder geworden bin, oder dass sich sonst eine Körperpartie deutlich verändert hätte.
Ich könnte gerade ehrlich gesagt Rotz und Wasser heulen. Ich fühle mich unwohl, weil jeder in meinem Umfeld mich zu Beginn darauf hinwies, dass ich auf mein Gewicht achten solle, dass das alles nur schwer wieder loszuwerden sei und dass die ganzen fetten Schwangeren einfach nur maßlos seien und keine Disziplin hätten.
Ich habe Angst vor den kommenden Wochen. Erst jetzt beginnt doch angeblich die Zeit, in der man zulegt. Noch 22 Wochen to go. Nicht mal Halbzeit. Wo soll das denn enden?
Am Wochenende habe ich bewusst versucht meine Nahrungsaufnahme zu reduzieren, habe ich doch in den letzten zwei Wochen eigentlich permanent irgendetwas gegessen. Das ganze gleicht einem Teufelskreis. Esse ich nichts, wird mir binnen Minuten kotz schlecht. Esse ich dann nur ein Bisschen zuviel wird mir auch wieder kotz schlecht. Also irgendwie die goldene Mitte finden. Die hat mir ja, wie schon berichtet, bereits 2,5 zusätzliche Kilos beschert. Durch den enormen Blähbauch bekomme ich so meine Hosen in der 9.SSW zwar noch zu, kann aber nicht mit geschlossenem Knopf sitzen. Folglich fädle ich Haargummis durchs Knopfloch.
Um diesen ganzen Prozess etwas einzudämmen habe ich mich also am Wochenende auf Obst beschränkt und lieber mal ein Glas frischen O-Saft getrunken, als ein Brot zu essen. Das Ende vom Lied war, dass ich heute Nacht vor Übelkeit kaum schlafen konnte und meine nachmittägliche Übelkeit heute premierenhaft mit mir aufgestanden ist und mich seither auch nicht mehr verlassen hat.













Plappereien