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Donnerstag. Wiedermal. Und wir erinnern uns an das Donnerstägliche dieser Schwangerschaft. Bauchbilder. Akupunktur. Kaffeedates. Heute wäre also wieder einer. Ein Donnerstag.

Zuerst einmal habe ich das Bauchfoto vergessen, das ich sonst direkt nach dem Duschen mache. Hole ich gleich nach. Dann entschied ich mich, heute nicht zur Akupunktur zu gehen und stattdessen direkt zum CTG. Dass der Muttermund schön weich ist weiß ich nun seit Wochen und erst gestern erhielt ich wieder die Bestätigung. Ich denke, ich hätte für die ganzen anderen Schwangeren eher einen abschreckenden Effekt. So nach dem Motto: „Guck mal, die ist schon in der 42.SSW, war acht Mal hier und ist immer noch schwanger.“

Dafür war das CTG ein Highlight. Ich schlief fast ein, weil ich sooo wahnsinnig entspannt war. Auch die Nacht war super. Ich hab echt gut geschlafen. Die Hebammen glucksen freudig, wenn sie auf den Papierschnipsel gucken und eine nach der anderen verkündet mir regelmäßige Wehen (die ich allerdings im Liegen nicht als schmerzhaft empfinde). Ich werde häufig getätschelt und bekomme mehrfach „Sehen Sie, wird doch …“ zugegrinst. Ich mag die Hebammen in unserem Krankenhaus!

Nach 30 Minuten setze ich mich auf und … ja … ab da spüre ich die Wehen. Ich grinse schief, atme ein bisschen und freue mich über den Schmerz. Ich werde verrückt, wahrscheinlich. Die Ärztin kommt, beglückwünscht mich zu diesem CTG und erinnert mich, dass morgen das zweite OBT ansteht. Sie habe allerdings morgen frei. Die Kollegin sei aber auch nett. Aber … Sie macht eine kleine Pause … vielleicht kommen Sie einfach nachher wieder und kriegen das Kind so. Wir kichern beide. Ich glaube nur so halb daran, verspüre dennoch sowas wie euphorischen Optimismus. Auf … ab … auf …ab …auf …

Zuhause angekommen rufe ich direkt dem Mann an und verkünde stolz, dass ich GANZ ALLEINE regelmäßige SPÜRBARE Wehen machen kann. Ich klopfe mir sogar auf die Brust und grunze kurz. Der Mann lacht. Das donnerstägliche Kaffeedate wollte ich mir aber dennoch nicht entgehen lassen, sage ich ihm. Solang würd ich mit den heftigen, fünf-Minuten-Wehen dann also warten.

Ich knips jetzt also noch fix das Bauchbild, suche mir eine Uhr (ich trage sonst keine Uhr) und warte auf den Kaffeedateabholdienst. Bis später …

Der letzte Geburtsvorbereitungskursabend. Und zeitgleich irgendwie auch der Langweiligste. Das soll jetzt kein Vorwurf an die teilnehmenden Herrschaften oder Hebamme Beate sein, aber ich empfand den Abend als langweilig. Wahrscheinlich, weil es nichts Neues gab. Wir redeten ein bisschen über (Zitat) „Wie bewahrt man ein Baby auf?“, woraufhin jeder aufzählen durfte, was er angeschafft hat. Laufstall, Babybett, Wiege … das übliche eben.

Beate war deutlich bemüht, keine Dogmen aufzustellen. Dennoch schaffte sie es nicht ganz ihre Meinung zu verbergen. Babys sollten auf der Seite oder mit erhöhtem Köpfchen schlafen gelegt werden, falls sie im Schlaf spucken. Also Handtuch in den Rücken oder unter der Matratze im Kopfbereich positionieren. Bitte auf jeden Fall einen Schlafsack und keine Bettdecke verwenden. Kinderwagenkissen sind out und Tragetaschen zu eng (immerhin ist unsere Tragetasche so weit, dass das Kinderwagenkissen rein passt *gnihihihi*) etc.

Zwischendurch packte sie einen Bondolino aus und führte ihn mit den Worten „eine gute Alternative zum Tragetuch!“ vor. Das besänftigte dann auch den Miezmann, den das Probe-Gebinde unseres Bondolinos zunächst zu dem Schluss kommen ließ, dass sei kompliziert und die Gurte würden beim Anlegen ständig im Dreck schleifen.

Dann ging Beate mit einem pränatalen Abhörgerät rund und ließ jeden Mal nach den Herztönen seines Babys hören. Auch uninteressant, weil wir das schon letzte Woche nach dem Kurs (wir blieben zur Akupunktur ja etwas länger) hatten und somit einfach nur da saßen und warten mussten.

Insgesamt vergingen die zwei Stunden sehr schnell. Wir tauschten alle unsere E-Mail-Adresse und Telefonnummern aus und schon war der sagenumwobene Geburtsvorbereitungskurs vorbei. Einfach so. Ohne viel Geräusch, wenn Sie verstehen was ich meine.

Wir blieben noch 20 Minuten für die wunderbare Ischias-Akupunktur (ich schwöre inzwischen darauf!) und feierten den Abend mit einer Bestellung beim Pizza-Mann. Der Miezmann ist selig, dass es nun endlich vorbei ist und ich finde, es kann dann jetzt los gehen.

Hallo, Baby? Wir warten :)

Heute Nacht träumte ich, der Miezmann fände den von uns ausgewählten Namen plötzlich doch nicht mehr passend und wollte nun einen anderen. Und das, wo wir doch schon seine Domain geordert haben (wir sind ein sehr webaffiner Haushalt. jobbedingt).

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Gestern Abend die Betteinlage, die Hebamme Gaby mir mitbrachte, unter mein Laken geschoben. Falls Fruchtwasser abgeht und so. Ich hab geschwitzt wie ein Schwein. Bah. Wenn das mal nicht an diesem Plastik-Fleece-Ding liegt.

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Ich habe mir eben eine Kanne Himbeerblättertee gekocht. Ich mag das Zeug ja total gerne und hab es schon in der Kinderwunschzeit sehr gerne getrunken. Ich weiß. Ich bin eklig.

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Heute das erste Mal meine Bru.stwarzen mit Labello eingecremt, nachdem Hebamme Gaby meinte, dass sei eine bessere Vorbereitung, als sie mit einer Zahnbürste wund zu rubbeln (soll wohl Hebammen geben, die wirklich dazu raten!). Wenn wir raue Lippen hätten, würden wir die ja auch eincremen. Klingt logisch, irgendwie.

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Gestern Abend hat mir der Herr Nachwuchs seinen kleinen Hintern so fest gegen den Oberbauch gedrückt, dass ich wirklich dachte, er würde mich aufsprengen. Sitzend atmen war sehr unangenehm. Dann lieber ein paar Kopfnüsse auf die Blase (Wir liegen schon final in Schädellage. Sehr löblich!).

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Heute Abend geht’s erneut zum Geburtsvorbereitungskurs. Mal sehen was Hebamme Beate zu meiner Berichterstattung bezüglich Hebamme Gaby sagt (ich glaube ja, dass es sowas wie einen heimlichen Hebammenkrieg gibt, der darin besteht, dass die Eine grundsätzlich das Gegenteil von dem behauptet, was einem die Andere erzählt hat.)

Was zum Teufel ist das eigentlich? Ein UFU? Es steht für Unter FUenfzig Tage bis zum ET. Aber was das ist, so ein UFU? Das weiß keiner. Vielleicht ist es ein stinkendes Tier, das so unbeliebt ist, dass man nicht mehr darüber spricht oder das vor Abneigung ausgestorben ist. Eine ganz arme Kreatur eben.

Ich schwitze zwar mehr als je zuvor in meinem Leben, würde mich jetzt aber nicht als stinkende arme Kreatur bezeichnen. Eher als ganz schön schwanger. Der gestrige GVK-Besuch zeigte mal wieder deutlich, dass die Beweglichkeit nicht nur von Woche zu Woche, nein, inzwischen auch binnen Tagen rapide abnimmt. Da ist man froh, wenn man sich die zweite Stunde nur den Kreißsaal ansehen muss, auf dem bequemen riesen großen Gebärbett sitzend und den Ausführungen der Hebamme lauschend.

Ich bin ja ein Gebärhockerfan. Das Ding sieht abgefahren aus und ist zumindest ohne Wehen äußert bequem. Apropos Wehen. Wir mussten uns mal wieder in einen tranceartigen Zustand versetzen. Also hinlegen, Augen schließen und tief atmen. Dann stellen wir uns dieses und jenes vor [der Mann schnarcht leise] und spüren die erste fiese Wehe heran rollen. An genau dem Punkt setzt es bei mir dann aus. Wie soll ich mir etwas vorstellen, das ich nicht mal von Weitem gesehen habe? Geschweige denn empfunden? Also kuschel ich mich näher an meinen Mann (der im Löffelchen hinter mir liegt) und schnorchle die nächsten zehn Minuten in seinem Rhythmus. Sehr erholsam, das Ganze. Noch drei Treffen liegen vor uns.

Heute Morgen habe ich dann Besuch von meiner Nachsorgehebamme bekommen. Sehr nette Frau, auch wenn ich etwas irritiert war, dass sie mir erst mal eine viertel Stunde lang Informationsmaterial und Produktproben vorgelegt hat. Nicht zu vergessen die Visitenkarte von dem sch.eißeteuren Dessous-Geschäft in der Stadt, bei dem es großartige Still-BHs gibt. Natürlich von Tri.umph. Ich für meinen Teil habe mir ja welche bei dm gekauft.

Jedenfalls ist Hebamme Gaby sehr nett und gratuliert uns zur außergewöhnlichen kreativen bedeutungsschweren schönen Namenswahl (Absicht. Um Euch die Nase lang zu machen.). Allerdings schien sie unsere Miezkatzen nicht so toll zu finden (dabei sind beide unglaublich lieb und gut erzogen). Aber man darf auch nicht zu viel erwarten. Immerhin ist sie meine Nachsorgehebamme und nicht meine neue Miezkatzsitterin.

Nun ja, jedenfalls bin ich auch nun ein UFU. Noch 48 Tage bis der kleine Mann – rein rechnerisch – auf die Welt kommen wird. Wahrscheinlich lässt er uns sogar noch ein bisschen länger warten. Sagt man ja so. Bei Erstgebärenden.

Das schöne an so einem Urlaub bzw. am Mutterschutz (noch 11 Tage, bis der offiziell beginnt) ist ja, dass man ständig neue Dinge zu berichten hat. Sie finden das unlogisch? Ja, ich auch. Jedenfalls verwunderlich. Im Moment könnte ich mir jedenfalls nicht vorstellen, mich zu langweilen, auch wenn ich kurzfristig mal andere Töne angeschlagen habe.

Es gibt so viele spannende Vorbereitungen und Anschaffungen, von denen ich Ihnen erzählen kann. Mindestens einmal die Woche ein neues Bauchbild oder die Teilnahme am GVK. Außerdem alle zwei Wochen ein Vorsorgetermin und ab kommender Woche kommt dann auch meine Hebamme ins Spiel, die ich Montag endlich persönlich kennenlernen werde.

Aber der Reihe nach. Aktuelles Thema: GVK. Ich hatte ja für einen Augenblick die Vermutung Befürchtung, dass Hebamme Beate in diesem Blog mitliest. Dann fiel mir ein, dass ich es ja anonym schreibe. Denn komischerweise waren die Herren der Schöpfung gestern zwar in unser Atmen und Tun involviert, mussten sich aber nicht zum Horst machen. Es wurde ein bisschen mit dien Igelbällen massiert, die mich immer an Hundespielzeug erinnern, und gemeinsam mit den Hüften gekreist. Ganz eng aneinander. Meine Herren. Sowas macht man doch nicht zu Beginn eines zweistündigen Kurses, sondern zum Ende hin … wenn der Weg nach Hause die nächste Station ist ;)

Dann gingen wir, gemütlich auf dem Boden herum lümmelnd, die Geburt durch. Etappe für Etappe, Bild für Bild. Das meiste hatte man sich ja schon mal irgendwo angelesen, aber ich hatte doch ein paar Zwischenfragen, die direkt beantwortet werden konnten. Erstaunt war ich, als wir zu den konkreteren Bildern kamen und der Miezmann plötzlich ganz mutig verlangte, diese mal genauer aus der Nähe betrachten zu dürfen. Er war auch der Einzige, der laut „Hier“ schrie, als thematisiert wurde, ob der Vater die Nabelschnur durchtrennen möchte/könnte/sollte. Ausgerechnet der Miezmann, der laut seiner bisherigen Äußerungen doch am liebsten vor dem Kreißsaal warten würde. Vielleicht hilft es tatsächlich, dass Beate bestimmte Dinge ganz klar und deutlich anspricht. Ja, es kommt zu Darmausscheidungen, aber das bekommt kaum einer mit, sofern die Frau nicht drauf aufmerksam macht. Dafür wären Hebammen ja auch da. Um solche Dinge unauffällig zu entsorgen. Für mich schien das klar, der Miezmann sah aber überrascht aus.

Zwischendurch gabs noch diesen ominösen Schwangerschaftstee (trinkbar, aber guter Geschmack definiert sich anders) und zum Schluss ein paar Lockerungsübungen. Zwei Stunden, die schnell vergingen und sehr lehrreich waren.

Kommenden Sonntag steht das nächste GVK-Treffen an, da wir die letzte Stunde vorziehen, um einem teilnehmenden Paar noch ihren letzten zweisamen Urlaub zu ermöglichen. Ich werde sicher wieder berichten :)

Als allererstes möchte ich meiner werten Blogleserschaft danken. Für die aufmunternden Worte und das Mut machen. Der Wassergymnastik-Kurs beginnt nun am 02. März, ich soll die Anmeldung zur Sicherheit noch mal per Post schicken und die 50 Euro Teilnahmegebühr vorab überweisen. Ich hab mir jetzt vorgenommen erstmal eine Woche zu warten, bevor ich mich entscheide. Am kommenden Freitag gehe ich mit meiner Schwester und meiner Mutter schwimmen und werde mir angucken, ob ich mich im Wasser überhaupt wohl fühle.

Nun aber zum Geburtsvorbereitungskurs. Es war wider erwartend richtig gut. Die Teilnehmer sind alle sehr nett und im Groben und Ganzen auch in unserem Alter (was nicht so schwer ist, trennen uns doch neun Jahre Altersunterschied ;) ). Hebamme Beate ist eine moderne Mittvierzigerin, die uns auf Anhieb sympathisch war. Sogar die Vorstellungsrunde hat sie recht locker in Gang gebracht. Es mussten sich immer zwei Pärchen unter vier Augen vorstellen, um das andere Pärchen dann später in der großen Runde den anderen vorzustellen. Dadurch entstanden gleich die ersten privaten Gespräche, man wurde schneller warm miteinander und es wurde viel gelacht.

Ohne es wirklich zu wissen hatte ich dem Miezmann vorher die Möglichkeit eröffnet, die Schuhe ausziehen zu müssen. Vielleicht kennen Sie ja das gespaltene Verhältnis von Männern zu ihren Füßen/Socken/Schuhen. Der Miezmann hatte sich also vor unserem Aufbruch nochmal die Füße gewaschen und frische Socken angezogen (was beides wirklich nicht nötig war, aber wenns ihn beruhigt). Sie hätten sein stolzes Grinsen sehen sollen, als es hieß: „Schuhe aus“ und alle anderen Männer anfingen zu murren.

Wir saßen dann mit sechs weiteren Paaren in einem kleinen Raum auf Matten, jeder eine Schlafwurst im Rücken und hörten Beate mehr oder weniger aufmerksam zu. Im Pärchenmann zu unserer Linken hatte der Miezmann binnen Minuten einen Verbündeten gefunden, der seinen Humor teilte. Die Beiden kicherten Zeitweise wie zwei fünfjährige, was uns Frauen wiederum sehr belustigte.

Inhaltlich bestand die erste Doppelstunde aus Atemübungen zur Entspannung. Erstaunt war ich über die Mitmachbereitschaft des Miezmannes, der bei den Übungen im Liegen beinahe einschlief. Gut, mit 15 Menschen in einem kleinen Raum bei geschlossenen Fenstern (draußen ging währenddessen die Welt unter) war der Sauerstoff tatsächlich auch etwas knapp.

Dann ging Beate mit uns den Mutterpass durch und der Miezmann war überrascht, welche Daten alles in so einem Pass stehen. Er hatte ihn zwar schon ein paar mal in der Hand, aber wirklich aussagekräftig ist das Gekritzel meiner Ärztin ja nicht. Gut fand ich den Seitenhieb von Beate, auch Männer würden während einer Schwangerschaft durchschnittlich 4 Kilogramm zunehmen. Da wurde der Miezmann plötzlich ganz still. Zugenommen hat er nämlich tatsächlich, der Gute.

Der Abend war der lustig, unterhaltsam, informativ und nett, so dass ich gar nicht wirklich weiß, was ich alles erzählen soll. Bemerkenswert fand ich, dass ich mit meiner 31.SSW die Frau war, die ihrem Entbindungstermin am nächsten ist. Die Meisten waren zwischen der 24. und 28.SSW. Beeindruckend, welche Unterschiede sich da bei so einem Babybauch ergeben. Während die anderen Damen sich alle wunderbar setzen und aufstehen konnten, musste ich mich immer uffend und stöhnend vom Miezmann hin und her rollen/ziehen lassen. Allerdings hatte auch niemand außer mir Probleme mit der Symphyse.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass der GVK die herbe Enttäuschung vom Vortag dreimal wieder wett gemacht hat. Wir freuen uns richtig auf kommende Woche.

~.oO°Oo.~

Und zum Schluss will ich an dieser Stelle der werten Frau Schussel und ihrem Liebsten von ganzem Herzen zum endlich gelandeten Nachwuchs gratulieren! Herzlich Willkommen im Leben, Herr Knirps! Wir freuen uns, dass Sie da sind und wünschen der ganzen Familie Schussel eine wundervolle Kennenlernzeit :)

Gestern. Ja, gestern sollte der großartige „Wassergymnastik für Schwangere“-Kurs beginnen. Ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut und wer mich kennt weiß auch, wie sehr es mich Überwindung kostet allein zu einer Veranstaltung zu gehen, bei der ich nicht eine Nase kenne. Ja, das hört sich jetzt ein wenig unglaublich an, aber so ist es (leider). Ich habe absolute Berührungsängste was Fremde betrifft, wenn ich alleine bin. Ich kann kein Gespräch beginnen und obwohl ich die Hohe Kunst des Smalltalks beherrsche, versemmel ich solche Gespräche beim ersten Treffen immer!

Nun gut. Ich war bereit, hatte meine Schwimmtasche fein säuberlich gepackt, fünf mal kontrolliert, ob ich auch alles habe und bin losgefahren. Natürlich zu früh. Der Kurs sollte um 9:30 Uhr beginnen und in der Information der Hebamme stand, man würde sich um 9:25 Uhr treffen und gemeinsam in den physikalischen Bereich des Krankenhauses gehen. Ich war um 9:15 Uhr vor Ort, vergewisserte mich am Empfang zweimal wo ich genau hinmüsse und war überrascht, als ich nur auf alte Männer traf, die vor dem Bäderbereich warteten.

Ich hab mir erstmal nichts weiter dabei gedacht. Immerhin gibt es in diesem Krankenhaus mehrere Bäder und auch mehrere Kurse. Als um 9:30 Uhr aber immer noch kein einziger Kugelfisch – außer mir – weit und breit zu sehen war, bin ich noch mal zum Empfang gegangen. Dort rief man dann auf der Geburtshilfestation an, die aber auch nichts davon wussten, dass der Kurs abgesagt oder verschoben worden sei. Ich solle weiter warten.

Um 9:45 Uhr bin ich dann einfach wortlos gegangen. Kaum im Auto sitzend hab ich erst mal Rotz und Wasser geheult. Ich hatte mich so sehr auf diesen Kurs gefreut, dem Miezbaby schon Tage vorher erzählt, dass wir Montag schwimmen gehen würden … und es hat mich so unglaublich viel Überwindung gekostet, diesen Schritt ganz alleine zu gehen, mich zu überwinden … und für was? Die Hormone taten ihr Übriges.

Ich habe dann kurzerhand meine Mutter angerufen, ob sie mit mir Schwimmen geht, aber leider hat das öffentliche Schwimmbad montags geschlossen. Wir gingen stattdessen bummeln und das Miezbaby bekam einige hübsche Sachen von seiner Oma spendiert.

Von der Hebamme erhielt ich nach einer langen freundlichen, aber auch direkten E-Mail die Antwort, meine Anmeldung sei bei ihr nie angekommen, sonst hätte sie mich natürlich darüber informiert, dass der Kurs verschoben worden sei. Solche Missverständnisse passieren wohl öfters, wenn man auf seine Informationsunterlagen immer dick und fett schreibt

Wenn ich mich nicht bei Ihnen melde, können Sie an diesem Termin beginnen!

Heute Abend beginnt dann der lang ersehnte Geburtsvorbereitungskurs (welcher im Übrigen auch um eine Woche verschoben wurde. Da hat uns die Hebamme aber angerufen und bescheid gesagt!). Da ich aber den Miezmann als Unterstützung dabei habe, fällt mir das schon deutlich leichter. Hoffen wir, dass diesmal alles klappt.

Die Tage zwischen den Jahren (wieso nennt man das eigentlich so? Wirklich zwischen den Jahren war das ja nicht.) habe ich genutzt, um mich endlich um eine Nachsorge-Hebamme zu kümmern. Dabei war mir wichtig, dass sie aus unserem kleinen Städtchen kommt und geburtsvorbereitende Akupunktur anbietet.

Nach ein wenig Surferei im Internet und Recherche auf Hebammen-Seite habe ich meine Favoritin gefunden, wechselte ein paar E-Mails und telefoniert schließlich mit ihr. Was soll ich sagen? Sympathie auf der ganzen (Telefon-)Leitung. Wir lachten und scherzten bereits am Telefon soviel, dass ich einfach ein gutes Gefühl habe und mich jetzt schon sehr darauf freue, sie im Februar das erste Mal persönlich zu treffen. Etwa zur selben Zeit beginnt dann auch unser Geburtsvorbeireitungskurs, den eine Hebamme des Krankenhauses durchführt, in dem ich entbinden möchte.

Noch vier Wochen arbeiten. 23 Arbeitstage, um genau zu sein. Dann ist Schicht im Schacht (und um ehrlich zu sein, kann ich es kaum noch erwarten!!!).

Weihnachtswichtelinfo

Der Quietschbeu wird zu Weihnachten knappe 8 Monate alt sein. Sein Interesse beschränkt sich derzeit auf alle Gegenstände, die man kuscheln, schütteln, zerren, werfen und vor allem in den Mund stecken kann. Das kann etwas aus Holz oder Stoff sein, bitte jedoch nichts aus Plastik.
Seine Eltern verabscheuen jegliche Form von Winnie Pooh Merchandise.
Aktuell trägt er Kleidergröße 80/86 und hat Schuh- bzw. Sockengröße 19/21.

Miez Miez Miez

  • ■ 29 Jahre
  • ■ verheiratet
  • ■ schwanger
  • ■ Babymama
  • ■ Elternzeit
  • ■ Nähe Bonn

ICQ: 586071494

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