You are currently browsing the tag archive for the 'Miezmann' tag.

In den letzten vier Woche  wurde ich oft gefragt, ob der Quietschbeu seinen Papa denn vermissen würde. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich das nicht wüsste. Den ersten Tag nach seiner erneuten Abreise hat der Quietschbeu morgens Papas Bettseite genau erkundet oder ab und an zur Tür geguckt, wenn im Flur ein Schlüsselbund klimperte. Aber so ein richtig vermissen oder suchen war nicht zu erkennen.

Dann kam der Miezmann am Freitag nach Hause, betrat das Wohnzimmer und unser Sohn flippte völlig aus. Er quietschte, ruderte mit Armen und Beinen, wippte mit dem Oberkörper von links nach rechts (das hat der Papa ihm beigebracht. Die Jungs nennen das „tanzen“) und lachte so laut und gackernd, wie wir ihn noch nie zuvor gehört hatten. Ich war echt zu Tränen gerührt. Das Mittagsessen zog sich ewig hin, weil der Quietschbeu voll und ganz damit beschäftigt war, seinen Papa anzulachen, anzufeixen und anzuhimmeln.

Ich kann also nach wie vor nicht mit Sicherheit sagen, dass er ihn vermisst hat, aber er hat sich eindeutig so herzlich und enthusiastisch gefreut, dass ich mir sicher bin, dass sein Papa für ihn der Größte ist.

… der Miezmann genau 38 Jahre alt (♥).

… der Quietschbeu genau 5 Monate, 1 Woche und 6 Tage alt.

… Mama Miez genau 28 Jahre, 10 Monate, 2 Wochen und 4 Tage alt.

… ein ganz besonderer Tag!

Das hier, das ist das erste Klamottenmännchen des Quietschbeus. Als ich klein war hatte ich auch ein Klamottenmännchen und ich weiß gar nicht mehr, wann und wie wir das zu Hause einstellten. Ich meine mich zu erinnern, dass es nach einem dreiwöchigen Ferienlager einfach nicht mehr gelegt wurde. Da muss ich zehn gewesen sein.

Jetzt werden Sie sich sicher fragen, was der Quietschbeu mit einem Klamottenmännchen anfangen soll, der kann sich ja eh noch nicht selber anziehen. Stimmt. Er ist zwar ein Superbeebie, aber anziehen kann er sich mit gerade mal fünf Monaten tatsächlich noch nicht alleine.

Die Lösung ist: Sonntags habe ich Ausschlaftag. Meistens. Manchmal auch Samstag. An mindestens einem Wochenendtag also. Und damit der Mann dann morgens weiß, was er dem Quietschbeu anziehen soll, habe ich ihm also Samstagabend ein Klamottenmännchen gelegt. Das Erste!Und weil das so prima geklappt hat, werde ich das jetzt also jedes Wochenende so machen. Bis der Quietschbeu groß genug ist, sich selber anzuziehen. Dann gibt’s das Klamottenmännchen auch täglich.

(Erinnert durch Frau Antonmann und Jacqueline)

Mattis?
Weil der Miezmann bei diesem Namen immer an das Großstadtrevier denken musste. Und an Fischbrötchen.

Gero?
Weil der Miezmann dann immer an den Sänger von Oomph! denken musste, der in Wahrheit aber Dero heißt.

Justus?
Weil der Miezmann dann immer an die „Drei Fragezeichen“ (♥) denken muss. Außerdem hat mein Bruder ihn für eventuell folgende Söhne „geblockt“.

Jan?
Jan war sehr lange unser Favorit, aber weil Jan in den letzten Jahren so schrecklich häufig geworden ist, kam es dann doch nicht dazu. Mein großer Bruder (43) heißt ebenfalls Jan. Aber dann zwei Jans ins der Familie und dazu fünf Jans im Kindergarten? Neee. Der Quietschebu sollte schon einen EIGENEN Namen bekommen.

Der Quietschbeu bekam zum Schluss den Namen, den ich von Anfang an für ihn wollte. Dafür habe ich aber auch lang und hart kämpfen müssen.

Das der Mann heute Morgen mit dem Quietschbeu aufstand, als dieser der Ansicht war, ausgeschlafen zu sein, war ein bisschen wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Ich habe sage und schreibe bis 10:30 Uhr (!!!) geschlafen.

Und obwohl der Miezmann das morgendliche Quietschbeu-Programm bisher nur beiläufig mitbekommen hat, war ich wirklich überrascht, als der Quietschbeu nicht nur komplett angezogen war (inklusive Socken, obwohl der Miezmann immer der Meinung ist, es wäre viel zu warm für Socken!), sondern auch noch die richtige Windel trug, mich Freudestrahlend begrüßte und nach Aussage des Mannes gar nicht geweint hatte. Das liest sich jetzt ein bisschen gemein, so als würde ich dem Miezmann das alles nicht zutrauen, aber um ehrlich zu sein habe ich schon ein bisschen damit gerechnet, dass der Quietschbeu noch im Schlafanzug ist und die Windeln für nachts trägt (weil sie vorne an liegen).

Ich entschuldige mich somit hier und jetzt und in aller Öffentlichkeit bei meinem wunderbaren Miezmann! Außerdem sollen ruhig alle mal wissen, wie sehr ich ihn liebe und dass er der allerberste Mensch auf dieser Planten ist, der mir je über den Weg lief. Mit keinem anderen Mann wollte ich einen Stall voll Quietschbeus und Quietschgörls haben. An mein Herz!

Während der Miezmann kurzentschlossen an seinem heutigen Urlaubstag das Wohnzimmer renovierte, verschwand mein Laptop für einige Stunden unter einer Abdeckplane auf dem Esstisch.

Ebenso kurzentschlossen shoppten der Quietschbeu und ich dann den Kleiderschweden leer. Irgendwas muss man ja tun, wenn das Zentrum der Wohnung unzugänglich ist und außer Schlaf- und Kinderzimmer alle Zimmer mit Wohnzimmermöbel vollgestellt sind. Selbst die Küche war nur noch mit angehaltener Luft betretbar.

Und da der Quietschbeu eh schneller als erwartet, gedacht und gehofft aus seinen 56 Klamöttchen wächst, hatte ich sogar noch ein unschlagbares Argument für den Ausflug in petto.

Nun dreht die zweite Maschine Wäsche – die mit den dunklen Neuanschaffungen in 62 – ihre Runden und wartet darauf in den Trockner zu wandern.

Der Miezmann bekam von mir für seinen Handwerkerfleiß eine Jumbo Pizza Capricciosa spendiert (an der ich auch ein wenig meinen Appetit stillte) und nun trinke ich ein eiskaltes Mixery und freue mich aufs Wochenende mit der Miezmanntochter und der Geburtstagsfeier meines Bruders und meines Vaters am Samstag.

Ja, so war das heute. An diesem Donnerstag.

Das war also ein Wehenbelastungstest. Interessant. Zeitweise schmerzhaft. Wenig effektiv.

In 15 Minutenabständen wurde die Dosis des Wehen fördernden Hormons, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, erhöht. Von 10ml/h in Zehner Schritten bis hin zu 60ml/h. Erst ab 60ml/h hatte ich regelmäßige Wehen, die wirklich sehr weh taten, bei denen ich nicht mehr sprechen und nur noch atmen konnte, dem Miezbaby aber nichts ausmachten. Nach einer Stunde mit einem 60ml/h Durchlauf wurde ich noch mal 30 Minuten ohne Tropf ans CTG gelegt. Die Wehen blieben, auch regelmäßig, aber in sehr abgeschwächter Form. Unangenehm, aber nicht unbedingt veratmungswürdig.

Morgen also erneut zum CTG. Übermorgen dann der zweite Wehenbelastungstest.

Ich bin nur heilfroh, dass der Miezmann bei mir war. Spätestens bei den schmerzhaften Wehen hätte ich nicht allein da liegen wollen. Die Hebammen spannten ihn auch direkt mit ein, so dass er alle 15 Minuten nach der Hebamme klingeln und jede schmerzhafte Wehe auf dem CTG-Ausdruck mit Kulli markieren musste. Gelangweilt hat er sich trotzdem. Immerhin saßen/lagen wir fünf Stunden im Krankenhaus rum. Erst in der letzten Stunde gab es dann ein bisschen Wehen-Programm.

Allerdings weiß ich dank des Mannes jetzt auch, dass Lachen während einer Wehe diese verstärkt und noch mehr weh tut. Das wollte er mir nur leider erst mal nicht so richtig glauben. Und lustig ist er wirklich. Der Mann.

Ach ja. Paar Nummer 3 aus dem GVK hat uns gestern Nacht nun auch überholt. Was wir machen, machen wir gründlich.

Herzlich willkommen in der sage und schreibe 42.SSW. Treten Sie ein, nehmen Sie sich eine große Tasse Kaffee und einen großen Cookie und, vor allem, bringen Sie Zeit mit!

Wollen wir es positiv sehen. Immerhin habe ich schon mal geschafft, was keiner meiner Geschwister (Schwägerinnen stellvertretend für meinen Bruder) geschafft hat. Ich habe die 42.SSW erreicht. Allerdings hat auch niemand von den anderen die 41.SSW erreicht, aber nehmen wir es dennoch wie einen unheimlich wertvollen Meilenstein.

Nachdem das gestrige CTG ohne eine einzige Miniwehe doch sehr ernüchternd war (und das, obwohl ich den Tag so positiv begonnen hatte) beschlossen der Mann und ich gegen Nachmittag dem Tipp der Hebammen zu folgen und Spazieren zu gehen. Also fuhren wir in die nächstgelegene Innenstadt und spazierten darauf los. An dieser Stelle gehört meinem Mann das größte Lob. Ich glaube, dass es für ihn motorisch gesehen echt anstrengend ist, so langsam zu laufen. Er hat wunderbar lange athletische Beine. Ich falle dafür im Moment von einem Stummelbein aufs andere und unterdrücke dabei gequälte Ächz-Laute. Außerdem trägt er unsere Tasche. Wo ich früher sein Portemonnaie und sein Handy einpacken musste, da trägt er nun mein Portemonnaie, mein Handy und meinen Mutterpass spazieren. Ich bin gerührt von soviel Aufopferung. Ehrlich.

Und ich bin erstaunt, wie wenig Kondition ich zu haben scheine. Binnen Minuten bekomme ich mörderische Rückenschmerzen, beiße aber die Zähne aufeinander und laufe weiter. Es ist nicht so, dass ich nicht mehr könnte, aber es tut halt höllisch weh. Und ich werde etwas wehmütig bei dem Gedanken daran, dass ich für einen Halbmarathon trainierte, als ich erfuhr, dass ich schwanger bin. Und ich war gut. Richtig gut. Wenn ich in ein paar Wochen/Monaten wieder mit dem Training beginne, werde ich wahrscheinlich nicht mal bei 0 anfangen müssen, sondern noch davor.

Wir kaufen uns ein wunderbar leckeres Eis, schlendern durch die wärmende Sonne und stellen ganz emotional fest, dass wir schon verdammt glücklich sind. Mit uns und jeder für sich. Also mit der Gesamtsituation halt. Ein schönes Gefühl.

Das Wehen-Trainings-Finale besteht daraus, dass der Mann mir den Fahrstuhl in die siebte Etage des Parkhauses verwehrt und stattdessen mit mir Treppen steigt. Schön langsam tappst er hinter mir her, damit ich sein Grinsen nicht sehe. Aber ich spüre es!

Zuhause angekommen bin ich einfach nur fix und fertig. Ich muss mich aufs Sofa legen. Es geht nicht anders. Und was haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Richtig. Sobald dich liege habe ich keine Wehen mehr. Aber wissen Sie was? Das ist mir in dem Moment völlig egal.

Wir schauen gemeinsam den frisch erstandenen Film „Unsere Erde“. Als eine rennende Horde Pinguine ins Bild stürmt wedelt der Mann aufgeregt mit dem Armen, grinst und schreit „Da, da, da! Weißt Du wie die laufen?“ Mein Blick antwortet ihm und er macht ein versöhnliches Gesicht, das ich ihm augenblicklich abnehme. „Aber Du hast sofort gewusst, was ich meine“, kichert er noch leise.

An diesem Abend bleibe ich ohne weitere Wehen, aber rundum glücklich und zufrieden. Mehr „Genieße die letzten Tage“ geht nicht. Ehrlich.

Miez Miez Miez

  • ■ 29 Jahre
  • ■ verheiratet
  • ■ schwanger
  • ■ Babymama
  • ■ Elternzeit
  • ■ Nähe Bonn

ICQ: 586071494

mamamiez gmail.com
Lilypie Erster Geburtstag Ticker Lilypie Ich erwarte ein Baby Ticker

Miez’ Gezwitscher

  • @FrSchokoPerle dann isses ja kein selbstgespräch. 1 day ago
  • @strandmensch unseres verweigert JEGLICHE Bio-Nahrung. (und für die offene Packung gibts ja bekanntlich kein Geld zurück) 1 day ago
  • Seit der QB beim EInkaufen im Einkaufswagen sitzt, bekommen wir ständig Fleischwurst angeboten. 1 day ago
  • Wie man sich umgehend ganz viele Feinde macht: "Wer issen dieser Herr Noro??? Kenn ich nicht. Noch NIE gehört!" 2 days ago
  • "Mit der Teilnahme tritt der Teilnehmer alle Nutzungsrechte seiner Fotos an die limango GmbH ab. " Bei sowas bekomme ich Hassanfälle! 2 days ago

Archiv

Mama Miez’ Litfaßsäule

Haftungshinweis

Die auf dem Blog Mama Miez’ Blog veröffentlichten Inhalte (Geschichten, Berichte, Fotos, Videos etc.) sind – soweit nicht anders gekennzeichnet – mein geistiges Eigentum und unterliegen dem Urheberrecht. Eine Weiterverwendung aller auf diesem Blog befindlichen Medien und Inhalte ist ausdrücklich nicht gestattet.

Darüberhinaus behalte ich mir vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen zu löschen.

Dieses Blog führe ich anonym unter dem Pseudonym Mama Miez. Sollte eine eindeutigere Identifikation meiner Person nötig sein, so erreichen Sie mir über die oben angegebenen E-Mail-Adresse.