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Wunderbar. Wenn ich vor etwas Angst hatte, dann davor, wieder an diesen unglaublich grausamen Verstopfungen zu leiden. Sie erinnern sich vielleicht. Mit viel Erleichterung kann ich aber vermelden, dass alles beim Alten ist. Zum Glück.
Dafür begleitet mit eine permanente Übelkeit, die Ihren Höhepunkt zwischen 4 und 5 Uhr (morgens!) hat und mich schon mehrfach sehr verzweifelt vor der Kloschüssel sitzen ließ. Übergeben musste ich mich tatsächlich jedoch erst zweimal und das war untertags. Bezüglich der Übelkeit meinte meine Frauenärztin, dass das an der erhöhten HCG-Produktion auf Grund der zwei embryonalen Anlagen liegen könne.
Mit von der Partie ist wieder diese unbändige Müdigkeit, bei der man das Gefühl hat jetzt, sofort, auf der Stelle im Stehen / Liegen /Sitzen einschlafen zu müssen. In der letzten Schwangerschaft war ich ja noch berufstätig und hatte ab 14 Uhr richtige Blackouts. Jetzt lege ich mich manchmal mit dem Quietschbeu mittags hin und gehe anschließend an der frischen Luft spazieren. Das hilft ganz gut.
Ich werde immer wieder gefragt, wann ich denn den nächsten Termin hätte, wann ich denn endlich erfahre, ob es nun ein oder zwei Babys sind. Ich antworte dann immer wieder gerne: beim nächsten regulären Termin in – inzwischen nur noch – 3 Wochen. Dafür ernte ich totales Unverständnis. Wie ich so lange mit dieser Ungewissheit leben könne? Aber mal ehrlich. Was bringt mir die Gewissheit denn jetzt, was sie mir in 3 Wochen nicht bringt? So habe ich immerhin noch einen Puffer, um mir über das „Wenn, dann …“ klar zu werden. Sicher ist inzwischen: ich hätte sicher Angst vor der Herausforderung, würde Sie aber von Herzen annehmen. Wahrscheinlich wäre ich inzwischen sogar ein bisschen enttäuscht, wenn es nun doch nur eins ist.
Ich soll geduldiger sein und die letzten ruhigen Tage genießen. Meine Damen, Sie selber wissen doch ganz genau, dass das rein objektiv kaum möglich ist. Ja, im Nachhinein und nach der Geburt wird wahrscheinlich auch mir bewusst werden, dass ich die letzten ruhigen Tage mal ruhig hätte besser genießen sollen … aber das nützt mir jetzt im Moment herzlich wenig.
Ich bin aufgeregt!
Ich bin neugierig!
Ich bin unglaublich ungeduldig!
Wenn sich nach zwei Stunden regelmäßiger und recht fieser Wehen alles in Luft und Wohlgefallen auflöst, dann könnte ich heulen. Oder wenn sich diese fiesen Unterleibskrämpfe als gewaltige Darm-Luftblase entpu(p)pen (grandioses Wortspiel, oder?), dann bin ich restlos enttäuscht. Wenn ich mitten in der Nacht eine Stunde wach liege, weil mir kotz übel ist und ich denke, ‚Mensch, das könnt ja ein Anzeichen sein‘, dann aber wieder einschlafe, dann bin ich beim Aufwachen erneut so traurig. Mit Übelkeit war da nämlich nix mehr.
Aus lauter Protest trinke ich heute Morgen also einen riesen großen Becher KaffeeTschoko und esse das fieseste Pups-Müsli, das ich im Schrank finden konnte. Ich trinke heute keinen Kinderlein-kommet-Tee und keinen Himbeerblätter-Tee. Ich werde heute einfach total bockig sein.
Heute, mein kleiner Freund, heute brauchst Du Dich gar nicht erst bemühen. Mama streikt heute nämlich. So!
Gestern Vormittag spürte ich erste körperliche Veränderungen, die dann heute Nacht ihren Abschluss fanden. Der Tag begann mit einer – entschuldigen Sie meine direkte Art, aber es ist ja nur menschlich – erfolgreichen Toilettensitzung
Nach vier Wochen ist das ein klein wenig wie eine schwere, aber bestandene Prüfung oder ein Fünfer im Lotto. Einfach toll.
Gestern Abend traf ich mich dann mit einer guten Freundin zum Kaffee im McCafé. Da es Abendbrotzeit war und mir bekanntlich schlecht wird, wenn ich abends nichts esse, nahm ich trotz des guten Vorsatzes KEIN Fastfood zu essen ein L.A. Barbecue Dingsbums Schlagmichtot Menü. Und ich aß es nicht auf. Das muss man in aller Deutlichkeit so sagen, denn normalerweise bin ich eine verfressene Raupe und mein allerliebster Lieblingsburger ist der Big King XXL mit extra Käse, den ich – zack – durchs linke Nasenloch ziehe.
Ich erwachte gegen 1:45 Uhr und brauchte einen Augenblick bis ich merkte, dass irgendetwas nicht stimmte. Sie kennen das sicher, wenn man erstmal überlegen muss, was einen jetzt geweckt hat. Einen Moment später war ich auf dem Weg ins Badezimmer und wieder einen Moment später führte ich ein inniges und sehr ruckartiges Gespräch mit der Toilettenschüssel. Das letzte mal habe ich so vor Jahren gekot.zt (ein anderes Wort wäre dem Vorgang nicht ausreichend angemessen) und damals war es von einer großen Menge Alkohol.
Das Ganze schoss aus Mund und Nase, wiederholte sich dreimal und lies mich dann heulend auf dem Badezimmerteppich zusammen klappen. Magensäure in Nase und Hals brannte wie Hölle.
Rund eine Stunde später konnte ich im Sitzen wieder einschlafen. Heute Morgen wache ich das erste mal mit Übelkeit auf, habe keinen Hunger und fahre freiwillig am Bäcker vorbei, statt anzuhalten. Als ich ins Büro komme und den frischen Kaffee rieche wird mir erneut kotzübel, also reiße ich das Fenster auf und brühe mir einen Pfefferminztee. Als eben die Brötchenfrau rumgeht kaufe ich mir aus lauter Vernunft ein Vollkornbrot mit Käse, auch wenn mich allein der Anblick ekelt. Essen muss ich schließlich irgendwas.
Ich habe noch nie in meinem Leben keinen Hunger gehabt, bzw. solch eine Übelkeit empfunden, dass mir von der Vorstellung etwas essen zu müssen noch schlechter wird. Ich kann mir das ganze nur so erklären, dass in den vergangenen 24 Stunden irgendeine Hormonumstellung in meinem Körperchen von Statten gegangen sein muss. Denn Durchfall habe ich jetzt auch noch.
Großes Kino!
Wie ich schon mehrfach erzählte wird mir ja erst gegen Nachmittag übel, damit mir dann gegen Abend kotz schlecht wird. Ich muss also allerspätestens um 19 Uhr etwas gegessen haben, was schon immer sehr knapp ist, weil ich um diese Zeit erst nach Hause komme.
Gestern Abend hatte ich dann einen Termin zur Zahnreinigung um 18:30 Uhr. Ich bekam schon im Voraus Schweißausbrüche, als ich nur daran dachte, dass mir bei der Behandlung kotz übel werden könnte. Aber irgendwie würde ich das ganze schon überstehen. Ich rechnete mir aus, dass ich gegen 19:30 Uhr etwas essen könnte, was ja noch völlig im Rahmen lag.
Schließlich war es meine Kollegin die mich fragte, ob man nach der Behandlung überhaupt essen dürfte. Ich rief natürlich sofort in der Praxis an und erhielt die schockierende Nachricht, dass ich drei Stunden nach Behandlung nichts essen dürfte. Die Schwangerschaftshormone taten ihr übriges und ich heulte Rotz und Wasser. Ich würde verhungern. Ganz sicher.
Das ganze endete darin, dass ich um kurz vor 16 Uhr Feierabend machen durfte (über eine Stunde vor meinem regulären Feierabend), um mir vor meinem Zahnarzttermin noch etwas kochen zu können. Putengeschnetzeltes mit Pilzragout. Lecker.
Letztendlich begrüßte mich meine Zahnpflegerin mit den Worten: „Als Sie eben aufgelegt haben fiel mir ein, dass sie ja schwanger sind. Da darf ich dieunddie Paste eh nicht verwenden. Dann können Sie gleich auch direkt etwas essen.“
Ohm.
Am Wochenende habe ich bewusst versucht meine Nahrungsaufnahme zu reduzieren, habe ich doch in den letzten zwei Wochen eigentlich permanent irgendetwas gegessen. Das ganze gleicht einem Teufelskreis. Esse ich nichts, wird mir binnen Minuten kotz schlecht. Esse ich dann nur ein Bisschen zuviel wird mir auch wieder kotz schlecht. Also irgendwie die goldene Mitte finden. Die hat mir ja, wie schon berichtet, bereits 2,5 zusätzliche Kilos beschert. Durch den enormen Blähbauch bekomme ich so meine Hosen in der 9.SSW zwar noch zu, kann aber nicht mit geschlossenem Knopf sitzen. Folglich fädle ich Haargummis durchs Knopfloch.
Um diesen ganzen Prozess etwas einzudämmen habe ich mich also am Wochenende auf Obst beschränkt und lieber mal ein Glas frischen O-Saft getrunken, als ein Brot zu essen. Das Ende vom Lied war, dass ich heute Nacht vor Übelkeit kaum schlafen konnte und meine nachmittägliche Übelkeit heute premierenhaft mit mir aufgestanden ist und mich seither auch nicht mehr verlassen hat.
Willkommen Übelkeit. Schön, dass Du Dich zu Deinem kleinen Bruder Verstopfung gesellst.
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Die Kollegin bringt mir zum Frühstück eine Flasche Lactulose vorbei. Wollen wir hoffen, dass sich dann wenigstens einer der Beiden zügig vom Acker macht.











Plappereien